Ost-Kanada mit dem Wohnmobil


Juni 2006


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(Florida) - Ontario - Quebec - New Brunswick - Prince-Edward-Island - Nova Scotia - Maine - New Hampshire - Vermont - (Florida)

Schon seit Ende 1996 besitzen wir ein amerikanisches Motorhome
(s.  USA - Kauf eines Wohnmobils). Das erste war ein älterer
Winnebago Warrior (23 Fuß), mit dem wir
rd. sechs Wochen jedes Jahr zwischen November und April hauptsächlich Florida, aber auch den ganzen Süden von Georgia über Louisiana bis nach Texas hinein abgegrast haben. 2002 haben wir ihn eingetauscht gegen einen Rexhall
American Clipper, 30 Fuß (9,15 m), Baujahr 1999, der damals erst 6.000 Meilen gelaufen war. Seit 2003 verbringen wir den größten Teil des Winters auf einem Campingplatz in Florida, südlich von Orlando, und sind seitdem selten und nur in Zentralflorida unterwegs gewesen.

Kanada stand schon lange auf unserer Wunschliste. Hinzu kam, dass in den letzten Jahren viele Nachbarn auf unserem Platz in Florida, die dort bis zu sechs Monaten stehen, uns eingeladen haben, sie in Kanada zu besuchen. Sie wohnen fast alle in Ontario, und wir haben sie fast alle besucht, daher ist im folgenden Reisebericht der Ontario-Teil sicher nicht so interessant.

Gefahren sind wir in sechs Wochen knapp über 6.000 Meilen bzw. 10.000 km. Fast die Hälfte davon entfiel auf die Anfahrt nach Kanada und die Rückfahrt. In der Planungsphase schnell verworfene Alternativen zu dieser weiten Fahrt waren Flug nach Kanada und die Anmietung eines Wohnmobils in Kanada (viel teurer als die Fahrt und verrückt angesichts eines inkl. Fahrrädern komplett ausgestatteten eigenen Mobils) oder die Reise mit Mietwagen/Motels (undenkbar für Wohnmobilfans!).




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Bei uns hatten wir mehrere Reiseführer, die detaillierten Karten des US-Automobilclubs AAA für alle östlichen US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen einschließlich der Stadtpläne Montreal und Quebec (teilweise vom ADAC in Deutschland, der Rest bei Vorlage der ADAC-Mitgliedskarte kostenlos vom AAA bzw. in Kanada vom CAA) sowie das Campground Directory von Trailer Life. Mit der Mitgliedskarte des US-Wohnmobilclubs Good Sam erhielten wir auf einigen Campingplätzen einen Rabatt von 10%. Allerdings steuern wir private Plätze nur an, wenn es weit und breit keinen State Park (in Kanada heißen sie Provincial Parks), County Park usw. gibt oder diese voll belegt sind.

Und noch eine Vorbemerkung: Ja, wir sind viel zu schnell überall durchgebraust. Aber erstens war unser Ziel Kanada und wir wollten so schnell wie möglich hin, zweitens wollten wir dort möglichst viel sehen. Sicher kann (und sollte) man sich in jeder der kanadischen Ost-Provinzen ein paar Wochen aufhalten, ganz zu schweigen von der Strecke Florida-Kanada.

Und wenn wir uns für eine weitere mehrwöchige Reise eine der besuchten Regionen aussuchen sollten? Ganz klar: Noch einmal Nova Scotia !!!


Anreise Florida - Ontario

Am 29.05.06 fliegen wir von Düsseldorf mit LTU nach Orlando. Dort werden wir abgeholt von amerikanischen Freunden, die uns zu unserem Winter-Stammplatz bringen, wo unser Wohnmobil seit Ende März im storage auf uns wartet. Wir brauchen eine halbe Stunde für Entfernen der Radabdeckungen, Anklemmen der Batterie etc., dann springt es an, als hätten wir es gestern abgestellt, und wir fahren für die nächsten zwei Nächte auf einen Stellplatz. Den nächsten Tag verbringen wir mit Vorbereitungen wie das Wohnmobil waschen, Luftdruck und Öl kontrollieren, die abgebauten Scheibenwischer montieren (abgebaut nicht, weil die jemand hätte klauen können, sondern weil das Gummi sich in der sommerlichen Florida-Hitze auflöst), Lebensmittel einkaufen, die Fahrräder am Heck befestigen usw. usw.

Am 31.05. geht es um 10.30 Uhr endlich los. Wir nehmen für den Weg nach Toronto die westliche Route, immer die Interstate 75 lang, über Atlanta, Cincinnati und Detroit; auf dem Rückweg wollen wir dann näher an der Küste fahren. In Georgia tanken wir für 2,549 $ pro Gallone (1 gal = 3,785 l).


Kurz vor 21 Uhr kommen wir am Red Top Mountain State Park nördlich von Atlanta an (24 $). Den ganzen Tag war es heiß, abends immer noch 30°. Der heiße Motor heizt das Wageninnere auf 37° auf, so dass wir erst einmal die Dachklimaanlage voll aufdrehen. Leider erst später bekommen wir den Tipp, bei so einer Hitze den Generator und darüber die Dachklimaanlage während der Fahrt laufen zu lassen, weil die Klimaanlage im Fahrerhaus nicht dagegen ankommt. Heute haben wir 520 Meilen (830 km) geschafft.

01.06.06: Um 6.20 Uhr fahren wir los. Es wird heute wieder 30° heiß. Schon bald sind wir in Tennessee. Zwischen Knoxville und dem südlichen Kentucky geht es teilweise recht steil die Berge rauf und runter.



Wir durchqueren Kentucky und Ohio (Benzin 2,649 $/gal), bis wir am späten Nachmittag kurz hinter Toledo den Bundesstaat Michigan erreichen. Schlagartig wird die Autobahn so schlecht, wie wir sie auf der ganzen Fahrt nicht erlebt haben, trotz langsamer Fahrt schüttelt und rappelt das Wohnmobil furchtbar.

Zwischen Toledo und Detroit steuern wir kurz vor 19 Uhr den am Lake Erie gelegenen Sterling State Park zur Übernachtung an. Das soll 22 $ pro Nacht plus eine Registrierungsgebühr von 5 $ zuzüglich eines „car pass“ für 8 $ kosten, macht zusammen 35 $! Ausgiebig diskutiere ich im office hinter der Parkeinfahrt über die 8 $, denn eine separate Straßenbenutzungsgebühr für die natürlich unvermeidliche kurze Fahrt zum campground finde ich eine Frechheit. Gedacht ist die Gebühr doch offensichtlich für Tagesbesucher, die mit dem Wagen zu den Bootsrampen oder zum Fischen fahren. Nach langem Hin und Her wird diese Gebühr dann großzügigerweise erlassen gegen die Versicherung, am Morgen um 7 Uhr schon wieder weg zu sein. Heute haben wir rd. 600 Meilen (960 km) zurückgelegt.



Am nächsten Morgen fahren wir um 7 Uhr ab und erreichen bald Detroit, wo wir in einer Baustelle zum ersten Mal (und überhaupt das einzige Mal auf der ganzen Reise) im morgendlichen Stau stehen. Das Schild "Bridge to Canada“ sehen wir erst, als es schon zu spät ist, können aber schon bald an der nächsten Abfahrt zurückfahren. An der Auffahrt zur „Ambassador Bridge“ über den Detroit River zahlen wir 3,25 $ Gebühr.



Am anderen Ende der Brücke ist die kanadische Grenzstation. Es gibt viele Abfertigungsspuren und wenig Andrang, wir haben nur ein Fahrzeug vor uns. Der Grenzer sitzt in seinem Häuschen, nimmt unsere Pässe entgegen und stempelt sie ab. Wir werden nach Waffen, Drogen und Alkohol gefragt. Mein Hinweis auf ein Sechserpack Bierdosen scheint ihn nicht zu beeindrucken. Das war´s schon, nach ein paar Minuten rollen wir wieder. Das hatten wir uns schwieriger vorgestellt.


Ontario

Um 8.30 Uhr sind wir in Kanada. Wir können von Meilen, Gallonen und Fahrenheit auf die gewohnten Kilometer, Liter und Celsius umschalten. Erst geht es durch Windsor, dahinter fängt die Autobahn nach Toronto an. Mittags erreichen wir unser erstes Ziel in Kanada in der Nähe von Fergus, nicht weit von Kitchener, westlich von Toronto (Übersichtskarte Ontario).


Chris und Helen haben uns eingeladen, sie auf ihrer Farm zu besuchen. Sie bauen Soja und Weizen an, außerdem besitzen sie ein einmotoriges Flugzeug und haben auf der Farm neben dem Hangar ihre eigene Start- und Landebahn. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Bei 13° bis 24° und allen Sorten Wetter vom blauen Himmel bis Sturm und Regen bleiben wir hier zwei Tage. Mit dem Wohnmobil stehen wir an einem Stromanschluss neben dem Hangar, bis zum Farmhaus ein Fußweg von fast 20 Minuten, deswegen stellen unsere Gastgeber uns für den Weg ihren Zweitwagen zur Verfügung.

Am Samstag, 03.06., besuchen wir u.a. den Farmer´s Market in St. Jacobs. An einigen Ständen bieten schwarz gekleidete Mennoniten ihre Waren an, dahinter stehen die schwarzen Pferdekutschen. Ein Stand mit deutscher und kanadischer Fahne weckt unsere Neugier. Da staunen wir: Eine reichhaltige CD-Auswahl mit Heino & Co. ist im Angebot, jede Menge deutsche Volksmusik. Grund dafür ist der große Anteil deutschstämmiger Bevölkerung in dieser Gegend.



























Am Sonntagmorgen machen wir dann von der Farm aus einen Rundflug.






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Am frühen Nachmittag fahren wir nur eineinhalb Stunden weiter nach Aurora zu unserem nächsten Besuch bei Jack und Gail, die uns im letzten Jahr in Deutschland besucht hatten. Wir stehen vor dem Haus auf der Straße, da die Garageneinfahrt etwas ansteigt.


Am nächsten Morgen (05.06., sonnig, 14° bis 25°) sind erst einmal ein paar kleine Reparaturen am Wohnmobil erforderlich. Morgens hatten wir einen fast platten Reifen, eine der Ventilverlängerungen an den hinteren Zwillingsreifen ist undicht geworden und wird bei einer Reifenfirma abgedichtet (kostenlos), eine Spezialwerkstatt repariert einen kleinen Steinschlag in der Frontscheibe (80 can$), außerdem haben wir (vermutlich bei der Rappelei in Michigan) das ganze Gitter in unserem Motorgrill verloren. Wir finden ein solches Gitter in einem Baumarkt (7,35 can$), schneiden es zu und befestigen es diesmal vernünftig mit Blechschrauben und Unterlegscheiben (vorher war es nur getackert!). Die Kompetenz und Effizienz aller Gesprächspartner ist beeindruckend, da sind wir aus den USA etwas völlig Anderes gewohnt, aber vielleicht liegt es daran, dass wir immer nur in den Südstaaten unterwegs waren....


Bei einer Bank können wir am Geldautomaten mit der deutschen EC-Karte und PIN kanadische Dollar abheben. Damit hatten wir nicht gerechnet!

Erst am Mittwoch, 07.06.06, fahren wir mittags weiter in Richtung Nordosten, aber nur zwei Stunden. In der Nähe von Fenelon Falls besuchen wir Cam und Brenda, die dort von Mai bis Oktober einen Campground (aber nur mit Saisonplätzen, sonst würde ich ihn gern empfehlen) betreiben, der recht abgeschieden direkt an einem See liegt.




Am nächsten Tag geht es mittags weiter. Bei Port Hope stoßen wir auf die am Lake Ontario entlang verlaufende Autobahn 401. Während die Landschaft von der Grenze in Windsor bis in die Region Toronto flach war, war dieser Weg sehr hügelig. Vor der Auffahrt tanken wir, zum ersten Mal in Kanada, für 99,4 Cent pro Liter, erheblich teurer als in den USA.



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In Cobourg sehen wir einen Walmart und wollen dort einkaufen. Wir sind aus den USA die Walmart Super Center gewohnt und nun völlig enttäuscht, vor allem von der winzigen Lebensmittelabteilung. Später erfahren wir, dass Walmart Kanada im Sortiment überhaupt nicht mit den US-Märkten vergleichbar ist und kaufen künftig in anderen Märkten ein.

Auch in Cobourg übernachten wir vor dem Haus von Freunden. Wir werden vorher zu einer ausgiebigen Rundfahrt durch das schöne Städtchen und an den Lake Ontario eingeladen. Hier gefällt es uns gut.



09.06.06: Heute haben wir Dauerregen bis nachmittags, die Temperatur sinkt von 16° morgens bis auf 11° am Nachmittag. Wir fahren nur ein kleines Stück weiter bis in die Nähe von Brighton und machen unseren nächsten Besuch.

Und am nächsten Tag? Mittags eine Stunde weiter zum nächsten Besuch, diesmal weg vom Lake Ontario nach Norden.

11.06.06: Es war sehr schön, aber wir sind doch froh, unser Besuchsprogramm jetzt weitgehend abgespult zu haben. Das Wetter ist wie gestern bedeckt und kühl (10-15°). Gegen 14 Uhr geht es endlich los, und wir nehmen statt der östlichen Autobahn die Landstraße 7 in Richtung Ottawa. Die Landschaft ist hügelig und vielfach felsig. In Carleton Place tanken wir für 97,5 ct/l.

Kurz nach fünf Uhr kommen wir am Camp Hither Hill (22 can$) in South Gloucester an, am östlichen Rand von Ottawa.


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Am nächsten Tag wird das Wetter wieder etwas besser, aber es bleibt diesig bei 13-20°. Wir müssen ein kleines Stück in Richtung Stadt fahren und parken das Wohnmobil früh am Morgen auf dem Riesenparkplatz des Einkaufszentrums South Key Mall. Am hinteren Ende des Parkplatzes ist um die Ecke eine große Busstation. Nach kurzem Studium des Aushangs finden wir, dass sich ein Tagespass (7,25 $ bzw. 6 $ im Vorverkauf) wohl nicht lohnen wird und wir günstiger mit Einzeltickets fahren.

Schon bald kommt der erste Bus in Richtung Downtown. Wir steigen vorn ein und wollen zwei Tickets kaufen. Der Fahrer fragt, ob wir Touristen seien und woher wir denn kämen, aha, aus Germany. Sofort druckt er zwei Tagespässe aus, drückt sie uns in die Hand und winkt uns energisch nach hinten weiter. Da sind wir sprachlos! Bis heute rätseln wir, ob etwa die Fahrer ein Kontingent von Freifahrten haben, denn das hat er doch sicher nicht selbst bezahlt. Selbst kanadische Freunde haben so etwas noch nicht gehört.

Über eine separate und kreuzungsfreie Busstraße, nur Busse in beiden Richtungen und mit Auf- und Abfahrten, geht es in 15 Minuten bis mitten in die Innenstadt. Die Haltestellen sehen aus wie deutsche S-Bahn-Stationen. Ob man hier eine ehemalige Bahntrasse umgebaut hat?

Einige Stunden treiben wir uns dann in Ottawa herum: u.a. Parliament Hill, Sparks Street, Byward Market, Rideau Falls usw. Natürlich nehmen wir jetzt auch mal nur für eine Station einen Bus, um den Tagespass auszunutzen. Das Zentrum wirkt recht europäisch, am meisten natürlich die „englischen“ Parlamentsgebäude.




Kurz nach 16 Uhr kehren wir wieder zum Wohnmobil zurück. Statt auf unseren Campground zurück können wir auch noch ein Stück weiterfahren, also fahren wir auf die Autobahn 417 in Richtung Montreal.

Quebec

Vor Montreal, jetzt schon in der Provinz Quebec (Übersichtskarte), steuern wir rd. 150 km weiter gegen 19 Uhr in Vaudreuil/Hudson den Camping D´Aoust an (27 can$).


13.06.06: Wir sind in Montreal. Schon weit vorher sehr dichter Verkehr, die Straßenbeläge sind eine Zumutung, außerdem wird hier gefahren wie in Frankreich. Wir quälen uns zunächst hoch zum Mont Royal und gehen zum Aussichtspunkt Grand Chalet. Vielleicht liegt es am Dunst, dass wir das nicht für sehr lohnenswert halten. Mühsam geht die Fahrt wieder hinunter und ein Stück um Montreal herum. Bis zur Brücke über den St. Lawrence River, der hier natürlich Fleuve Saint-Laurent heißt, kommen wir uns fast vor wie auf dem Pariser Peripherique, danach geht es besser.


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In unserem Verzeichnis haben wir uns Camping Alouette ausgesucht, weil der einer der wenigen in relativer Stadtnähe ist, auf unserem Weg an der Autobahn 20 nach Quebec liegt und mit einer Busverbindung in die Stadt wirbt. Dort angekommen erfahren wir, dass diese „Verbindung“ eine Bustour für 40 $ ist, die man jeweils für den folgenden Tag buchen kann. Nein danke!!

Wir müssen weit zurück und fahren zur Endstation der Metro in Longueil. Im weiten Umkreis sind die Parkplätze voll und ohnehin zu eng für unser Wohnmobil. Nach längerer Suche parken wir in einer ruhigen Wohnstraße und laufen 15 Minuten zurück zur Station.

Der Schalter vor der Treppe verkauft nur Busfahrscheine, die Metrofahrscheine gibt es unten am Bahnsteigeingang. Wir kaufen ein Sechserpaket für 11,50 can$. Mit einmal Umsteigen kommen wir nach downtown. Von dort laufen wir kreuz und quer zur Altstadt und von dort zur sog. Chinatown, die aber nur eine kurze Straße ist.

Später nehmen wir wieder die Metro nach Longueil. Von dort fahren wir erneut zum Camping Alouette (33,16 can$ nach Abzug von 10% Good-Sam-Rabatt, der teuerste Platz unserer Reise). Nicht nur am Ende dieses teilweise nicht so ganz erfolgreichen Tages (um es mit gewählten Worten auszudrücken), sondern auch im Rückblick sind wir der (sicher sehr subjektiven) Meinung, dass Montreal im Gegensatz zu Ottawa und Quebec vielleicht nicht unbedingt einen Besuch wert war.


Am nächsten Morgen fahren wir weiter. Südlich von Drummondville bleiben wir zwei Tage bei "Air Soleil" und besuchen Andre und Murielle.


16.06.06: Bei strahlend blauem Himmel und 15° bis 25° fahren wir um 8 Uhr los, zunächst wieder nach Norden, dann weiter auf der Autobahn 20 in Richtung Quebec.

Wir haben einen Tipp bekommen, wie wir am einfachsten in die Altstadt von Quebec kommen, nämlich mit einer Fähre, daher folgen wir nicht den Schildern nach Quebec (73), sondern bleiben auf der 20 (auf der Südseite des Flusses) und verlassen sie erst an der Abfahrt Levis.


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In Levis folgen wir dann den Schildern in Richtung Ferry. Ein paar Mal muss man abbiegen, die Straßen werden langsam enger, dann geht es ziemlich steil den Berg hinab.

Schließlich kommen wir an der Fähre an. Die ersten beiden Parkplätze sind voll mit Pkw und kostenpflichtig. Doch nur ein paar hundert Meter weiter links ein großer Parkplatz, nur teilweise belegt, viel Platz für unser Wohnmobil und auch noch kostenlos.

Schon von hier hat man einen guten Ausblick auf die gegenüber liegende Altstadt von Quebec mit dem berühmten Chateau Frontenac.

Wir laufen knapp zehn Minuten zurück zur Fähre. Sie fährt alle 30 Minuten, genau zur vollen und halben Stunde, Fahrpreis 5,20 can$ pro Person hin und zurück, Fahrtdauer knapp 15 Minuten. Die Anlegestelle ist direkt an der Altstadt. In der Oberstadt, gegenüber dem Aufzug, ist eine Touristeninformation. Dort decken wir uns mit Informationsmaterial ein.






























Natürlich werfen wir auch einen Blick ins Hotel Frontenac und bestaunen eine imposante Lobby mit dunklem Mahagoni, viel Messing und riesigen alten Kronleuchtern.

Nach ungefähr fünf Stunden qualmen uns die Füße und wir nehmen die nächste Fähre zurück zu unserem Wohnmobil. Sicher könnte man hier Tage verbringen, aber erstens sind wir nicht so interessiert an Städten und zweitens denken wir an unser Fernziel Nova Scotia.

Die Fähre war wirklich ein guter Tipp. Schon eine halbe Stunde nach Verlassen der Altstadt rollen wir wieder in Richtung Nordosten, jetzt über die Rt. 132 am St.-Lawrence-River entlang. Das ist aber ziemlich enttäuschend. Die Straße ist recht kurvenreich, der Belag eher schlecht, häufig eine Ansammlung von Häusern (von Orten kann man kaum sprechen) mit Ampeln, tja, und vom Wasser sieht man nicht so häufig etwas, alles recht unattraktiv. Nach einer knappen Stunde kehren wir auf die Autobahn 20 zurück, wo wir bei wenig Verkehr schnell vorankommen.

Wir beschließen, Riviere du Loup auszulassen, um heute noch etwas weiter zu kommen, und biegen auf die Rt. 185 in Richtung Edmundston ab. Die Straße ist hervorragend, der Verkehr gering, die Landschaft hügelig mit viel Wald.


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New Brunswick

An der Grenze zur Provinz New Brunswick (Übersichtskarte) (s. Wikipedia) wird die Straße vierspurig. Wir verlassen sie am exit 8, um im Provincial Park De La Republique zu übernachten. Der wäre eigentlich ganz einfach zu finden gewesen (an der Ausfahrt links über die Autobahn, dann sofort wieder links), aber in unserem Campgroundverzeichnis steht (falsch) links/rechts, daher übersehen wir das kleine Schild und landen im Ort Saint-Jacques, wo uns zu allem Überfluss ein befragter Tankwart in die falsche Richtung schickt. Erst bei der nächsten Frage weist dann jemand den richtigen Weg zurück zur Autobahn.

Um 18.30 Uhr sind wir dann endlich da. Der Campground (24 can$ incl. Strom, Wasser nur an der Einfahrt) ist sehr grün und ruhig. Erst jetzt denken wir daran, dass wir die Grenze von der Eastern Time zur Atlantic Time überschritten haben und die Uhren eine Stunde vorstellen müssen.

17.06.06: Heute bleibt der Himmel bis mittags grau, es fallen sogar ein paar Tropfen, nachmittags ist es wieder sonnig (16-25°). Wir fahren ins nahe Edmundston, kaufen im Atlantic-Supermarkt ein und tanken (227 Liter für 250 can$, au weia). In St. Basil finden wir einen großen Dollarama, ein Laden, wo alles 1 $ kostet und von dem uns schon unsere kanadischen Freunde erzählt haben. Das riesige Sortiment ist mit dem in den US-Dollar-Shops nicht vergleichbar. Wir halten uns eine ganze Stunde auf und machen einen Großeinkauf, bevor wir auf die leere Autobahn zurückfahren.

Was wir bisher nicht wussten: Nicht nur Quebec spricht französisch, auch der westliche Teil von New Brunswick. In Edmundston nur französische Schilder im Supermarkt, alle Leute sprechen französisch. Erst weiter im Osten der Provinz ist alles zweisprachig.

Unsere nächste Station ist Grand Falls. Der Wasserfall und die Schlucht sind mehr oder weniger in der Ortsmitte. Es gibt einen Aussichtspunkt mit Parkplatz und Visitor Center sowie einen kleinen Fußweg mit ein paar weiteren Aussichtspunkten. Na gut, hier ist nicht Niagara, aber es ist doch ganz schön. Wie schon gewohnt sind wir die einzigen Fußgänger.


Weiter geht es nach Hartland. Ganz in der Nähe der Abfahrt liegt der Ort mit der angeblich längsten überdachten Brücke der Welt. Direkt daneben ist die library, wo ich endlich mal wieder ein paar e-mails lesen und schreiben kann.


Wir fahren zurück auf die 2, den Trans Canada Highway, und weiter über Fredericton nach Moncton. So eine Straße haben wir noch nie erlebt, eine großzügig ausgebaute neue Autobahn ohne Verkehr; abgesehen von der Gegend um Fredericton und dann vor Moncton kann man die anderen Autos wirklich an den Fingern abzählen. Heute werden wir ohne große Anstrengung 550 km hinter uns gebracht haben.



Bei Moncton wenden wir uns in Richtung Meer, dort gibt es zwei Provincial Parks direkt am Wasser. Wir entscheiden uns für den Murray Beach Park, da er näher zur Brücke nach Prince Edward Island liegt als der Parlee Beach Park.


Die letzten 15 km geht es über eine recht enge und holprige Straße, und um 18.45 Uhr treffen wir am Park ein. Die Plätze mit Strom liegen auf einer Anhöhe, von der man das Meer nicht sieht. Wir nehmen lieber einen Stellplatz unten, zwar ohne Strom, aber mit Blick über das Wasser (21,50 can$). Später genießen wir einen tollen Sonnenuntergang über dem Meer.





Prince-Edward-Island

18.06.06: Mal wieder Sonne pur, 16-25°. Nach kurzer Fahrt erreichen wir die 13 km lange Confederation Bridge nach Prince Edward Island (PEI) (s. Wikipedia). Die Fahrt auf die Insel ist kostenlos, die Rückfahrt zum Festland kostet für ein Wohnmobil 60 can$.

Am Ende der Brücke ist ein großes Visitor Center. Wir decken uns kostenlos ein mit einem Verzeichnis der Provincial Park Campgrounds, einer sehr guten Karte von PEI und einem Stadtplan von Charlottetown.


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Auf der Karte sind drei Rundfahrten über PEI eingezeichnet, die auch an der Straße ausgeschildert sind. Wir fahren die mittlere Tour, halten öfter mal an und lassen uns einige Stunden Zeit dafür. PEI ist das Zentrum des Kartoffelanbaus im Osten Kanadas. Auffallend sind die rote Erde und die großen wilden Lupinenfelder. Etwas länger halten wir uns am Strand von Cavendish auf.









Charlottetown ist die Hauptstadt (s. Wikipedia) der kleinsten kanadischen Provinz PEI, auch wenn man es diesem netten kleinen Städtchen (15.000 Einwohner) eigentlich nicht ansieht. Da es Sonntag ist, finden wir einen leeren Parkplatz neben dem Parlamentsgebäude im winzigen Zentrum und machen einen längeren Rundgang um den Hafen.

Am späten Nachmittag steuern wir den Lord Selkirk Provincial Park im Südosten der Insel an. Auch dort sind die Plätze mit Strom ohne weite Sicht, wir nehmen wieder einen Stellplatz weiter unten ohne Strom, aber mit tollem Blick aufs Meer (21 can$). Direkt neben dem Campground ist ein Golfplatz, Greenfee nur 15 can$. Kurz gerate ich in Versuchung, die Tasche mit den Schlägern habe ich natürlich im Wohnmobil; ich würde es noch bis zur Dunkelheit schaffen, aber dann ist mir das doch zu stressig.



Der Wetterbericht verspricht noch anderthalb Tage Sonne, dann kommt ein größeres Tiefdruckgebiet. Schweren Herzens beschließen wir, PEI schon am nächsten Morgen wieder zu verlassen. Nach wie vor ist Cape Breton im Norden von Nova Scotia unser Ziel, und das wollen wir unbedingt noch bei schönem Wetter erleben.


19.06.06: Der Himmel ist mal wieder blau, 16-28°. Um 5.40 Uhr fahren wir los und sind nach 20 Minuten in Port Wood, ganz im Südosten von PEI. Von dort geht zweimal täglich die Fähre nach Caribou, Nova Scotia. Die Überfahrt kostet 79 can$, pünktlich um 6.30 Uhr geht es los, Fahrzeit etwas über eine Stunde.



Nova Scotia

In Nova Scotia (Übersichtskarte) fahren wir über die hervorragend ausgebaute 104 nach Osten und erreichen in knapp zwei Stunden den Canso Causeway, das ist die 1,4 km lange Dammbrücke über die Strait of Canso. Auf der anderen Seite beginnt die Halbinsel Cape Breton. Kurz dahinter, in Port Hastings am Kreisverkehr, befindet sich rechts ein Visitor Center. Die äußerst freundlichen Mitarbeiter haben alle denkbaren Informationen über Nova Scotia. In weiser Voraussicht nehmen wir auch schon einen Stadtplan von Halifax mit. Draußen auf dem Parkplatz holen wir dann endlich unser Frühstück nach, für das es uns heute Morgen wirklich zu früh war.


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Weiter geht es ziemlich flott auf der 105 in Richtung Nordosten nach Baddeck. Wir wollen in den Cape Breton Highlands National Park und auf dem Cabot Trail die Nordspitze Nova Scotias umrunden. Die meisten Reiseführer beschreiben den Weg im Uhrzeigersinn, wir schließen uns aber der Meinung an, dass es umgekehrt besser ist, da man bei der Fahrt gegen den Uhrzeiger immer auf der dem Meer zugewandten Seite der Fahrbahn fährt. Dies erweist sich dann auch als vollkommen richtig.


Rd. 20 km hinter Baddeck biegen wir links ab auf den Cabot Trail. Mit einem Schlag wird die Straße schlecht, eng, kurvenreich und es geht nur langsam rauf und runter. Für die nächsten 30 km brauchen wir fast eine Stunde, vom Meer ist nichts zu sehen, und es kommen erste Zweifel auf, ob das denn alles so eine gute Idee war. Aber dann plötzlich wird die Straße wieder besser und es eröffnen sich herrliche Ausblicke auf das Meer.

Das einzige Problem ist, dass man eigentlich fast nur fahren kann, denn der Seitenstreifen ist zu schmal für ein Wohnmobil, und die wenigen Haltemöglichkeiten bieten meist keine schöne Aussicht.

Etwa 50 km weiter beginnt der Cape Breton Highlands National Park. Am Rangerhäuschen zahlen wir 7 can$ pro Person.

Die Straße wird jetzt ganz erheblich besser. Auf den nächsten 45 km eine tolle Landschaft. Teilweise sind die Anstiege und Gefälle so steil, dass wir trotz guter Straße nur höchstens 30 km/h fahren können. Hier gibt es aber endlich ein paar Stellen zum Anhalten.


In Cape North verlassen wir die Hauptstraße und fahren rd. 18 km weit nach Bay St. Lawrence an der Nordspitze Nova Scotias. Ein paar Häuser, viele Fischerboote, sonst gibt es hier nicht so viel zu sehen.



Unmittelbar vor Bay St. Lawrence zweigt die rd. 10 km lange Stichstraße nach Meat Cove ab. Schon im Reiseführer habe ich gelesen, dass dort, nur über eine unbefestigte schmale Straße erreichbar, ein winziger campground hoch auf den Klippen liegt. Der Ranger an der Nationalparkeinfahrt hat mir auf Befragen sehr davon abgeraten, mit dem Wohnmobil sei das nicht erreichbar. Das hätte er besser gelassen, denn jetzt ist endgültig meine Neugier und mein Ehrgeiz erwacht.

Schon nach ein paar Kurven hört der Asphalt auf, eine schmale und teilweise steile Lehm- und Schotterpiste windet sich oberhalb des Meeres entlang. An manchen Stellen kommen wir mit dem großen RV nur im Schritt-Tempo voran. Hoffentlich lohnt sich das alles und wir müssen nicht unverrichteter Dinge wieder zurück.

Doch plötzlich haben wir in einer Kurve einen freien Blick auf den Campground.



Jetzt fällt der Rest der Strecke viel leichter. Als wir am Platz ankommen, stellen wir fest, dass er so hügelig ist, dass es eigentlich nur an zwei Stellen ein paar Quadratmeter ebene Fläche gibt, und da stehen schon zwei kleine Camper.


Mit Mühe quetschen wir uns dichter, als wir das sonst tun, neben einen der beiden Wagen, und versuchen mit mehreren Unterlegbrettern und ein paar Steinen, das Wohnmobil wenigstens einigermaßen gerade zu stellen. Anderthalb Meter vor uns fällt es steil zum Meer ab.

Nach dem Einchecken (18 can$, kein Strom, aber WC und Duschen) klettern wir über einen schmalen Pfad auf die angrenzende Bergkuppe (auf dem oberen Foto im Hintergrund). Dort mache ich auch ein paar Fotos; leider sehe ich erst am nächsten Tag, dass ich beim Aufstieg wohl mit schweißnassen Fingern auf die Linse gefasst habe (s.u.) (und ärgere mich wohl noch Jahre darüber).


Der Erste von vorne bzw. von rechts, das sind wir.

Von oben sehen wir, leider zu weit weg, im Meer eine Gruppe von Walen. Später berichten uns unsere Nachbarn, zwei Frauen aus den Niederlanden, dass die Wale zwei Stunden vorher in der Bucht direkt vor den Klippen waren. Die beiden haben ihren pick-up-camper für drei Wochen gemietet. Sie erzählen uns, dass sie bis vor zwei Tagen zehn Tage bei Dauerregen auf PEI verbracht haben. Was haben wir ein Glück gehabt!

Am nächsten Morgen ist nach langer Zeit das Wetter mal anders, grau und diesig, allerdings noch recht warm (19-23°). Wir hatten erwogen, hier noch einen Tag zu bleiben, aber bei dem Wetter können wir auch weiter.

In Bay St. Lawrence, gegenüber dem Abzweig nach Meat Cove, ist ein kleiner Supermarkt. Dort erstehen wir einen ganzen frischen Lachs (1,6 kg) für 6,60 can$.

Wir fahren jetzt an der Westküste entlang nach Süden durch den Nationalpark. Die Straße führt steil bergauf (bis 455 m hoch) und bergab mit tollen Aussichtspunkten, aber heute ist es leider zu diesig. Angesichts des Wetters nehmen wir uns daher vor, heute weiter zu fahren, um bald unser nächstes Ziel Halifax zu erreichen.


Südlich von Cheticamp verlassen wir die Küste und biegen links ins Inland ab, um auf schnellstem Weg die 105 südlich von Baddeck zu erreichen. In Whycocomagh halten wir an einer Tankstelle mit Laden. Plötzlich sind wir umzingelt von Indianern. Allerdings nicht wie bei Karl May mit Federschmuck und Kriegsgeheul; in diesem Ort sind die Abkommen des Wekoqmaq-Stammes ansässig, und Laden und Tankstelle scheinen ein beliebter Treffpunkt zu sein.

Wir fahren über 105 und 104 nach Westen und biegen bei Truro auf die Autobahn 2 nach Halifax ab. Den ganzen Tag bleibt es grau und diesig.

Kurz vor Halifax, nicht sehr weit vom Flughafen entfernt, steuern wir gegen 18 Uhr den Dollar Lake Provincial Park zur Übernachtung an. Von der Einfahrt über eine Schotterpiste 3 km bis zum office, dann noch einmal 3 km bis zum Stellplatz (18 can$, wie alle Provincial Parks in Nova Scotia ohne Stromanschluss).

Am Platz werden wir schon erwartet: Sobald wir das Wohnmobil verlassen, werden wir fast aufgefressen von Unmengen von kleinen Mücken; sie gehen in die Ohren, die Nase; die warme weiße Motorhaube ist sofort übersät von kleinen schwarzen Punkten. Ob wir deshalb nur zwei andere Camper auf dem Platz sehen?



21.06.06: Heute Morgen dichter feuchter Nebel, aber ab 11 Uhr wieder sonnig, 14-24°. Nach kurzer Fahrt sind wir in Halifax, der Hauptstadt der Provinz Nova Scotia (s. Wikipedia). Dort finden wir erst nach längerer Suche einen Parkplatz vor dem Atlantic-Supermarkt am Hafen.

Kreuz und quer laufen wir die nächsten drei Stunden durch Halifax, erst am Meer auf einem schönen Boardwalk am Wasser entlang, dann den Berg hinauf bis zur Zitadelle, dann wieder zurück.




Später geht es weiter nach Peggys Cove (s. Wikipedia). Die 40 km nach Südwesten ziehen sich wegen der engen und kurvenreichen Straße länger als erwartet. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint. Doch die letzten 2 km vor Peggys Cove sind wir plötzlich im Nebel. Am Visitor Center, direkt hinter der Einfahrt links, ist ein großer Parkplatz.


















Kein Wunder, dass dieses winzige malerische Fischerdorf eine der meistbesuchten Attraktionen in Nova Scotia ist.

Nach anderthalb Stunden verlassen wir den Ort nur widerstrebend, aber wir haben heute noch etwas vor. Tja, und nur rd. 2 km hinter Peggys Cove scheint wieder die Sonne vom blauen Himmel. Wie wir später hören, soll das hier sehr häufig so sein.


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Wir fahren in das 90 km südlich von Halifax gelegene Bridgewater (s. Wikipedia). Dort treffen wir gegen 17.30 Uhr bei Morris und Ella-Marie ein, Freunde aus unserem Winterquartier in Florida. Der vor zwei Tagen gekaufte Lachs wird von Morris fachmännisch zerlegt und zubereitet. Die Nacht verbringen wir im Wohnmobil vor dem Haus.


22.06.06: Es ist wieder sonnig, aber mit 12-21° etwas kühler. Erst am späten Vormittag geht es weiter in das nur 20 km entfernte Lunenburg. Das historische Fischer- und Schiffbauerstädtchen ist 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden (s. Wikipedia und Town of Lunenburg).

Der Ort zieht sich vom Wasser aus in Terrassen steil den Hang hoch; wir durchstreifen ausgiebig die denkmalgeschützte Altstadt mit ihren wunderschönen bunten Holzhäusern.















Oben auf dem Berg, neben der Visitor Information, gibt es auch einen eher unattraktiven Campground, aber wir fahren am Nachmittag noch einmal zurück nach Peggys Cove. Tatsächlich, auch heute zieht sich der Himmel kurz vorher wieder zu.

Von Peggys Cove aus fahren wir später 3 km zurück nach Norden und bleiben die Nacht im King Neptuns Campground direkt am Wasser (25 can$).

23.06.06: Die Sonne versteckt sich, erst Nebel, etwas Regen, dann den ganzen Tag bedeckt bei 13-22°. Heute wollen wir ein großes Stück weiter kommen in Richtung Maine (USA). Wir hatten vorher erwogen, quer durch Nova Scotia zu fahren, um die Fähre von Digby nach St. John (New Brunswick) zu nehmen. Die Kalkulation lautet: 150 km Fahrt, dann 200 can$ Kosten für die Fähre bzw. 2 Std. Fahrt, 1 Std. an der Fähre, 3 Std. Überfahrt. Die Alternative sind rd. 450 km Fahrt, wenn wir den großen Bogen über Halifax, Amherst, Moncton nach St. John nehmen. Auch auf Grund des eindeutigen Votums unserer Freunde in Bridgewater, die diese Strecke häufiger fahren, haben wir uns für den Landweg entschieden.

Zwischen Truro und Amherst geht die Autobahn über einen Pass (Maut 5,25 can$), hinter Moncton ist die Straße wieder leer bis kurz vor St. John. In St. John sind an einer Brücke 35 cent zu zahlen. Von Peggys Cove bis hierher sind wir genau 450 km in knapp fünf Stunden (inkl. einer Pause) gefahren, und das ganz bequem auf einer guten und weitgehend leeren Straße.

Ganz in der Nähe der Autobahn sind die im Reiseführer beschriebenen Reversing Falls, wo das Flusswasser zweimal täglich wegen der Tide seine Fließrichtung ändert. Wir können allerdings die Attraktivität dieser Stelle nicht so recht nachvollziehen und sind schnell wieder weg. Ich kann es mir nicht verkneifen, das Schild an der Parkplatzeinfahrt aus einer Perspektive zu fotografieren, die sicher nicht in einer Broschüre oder einem Reiseführer zu finden ist.









Kaum sitzen wir wieder im Wagen, fängt es an, teilweise kräftig zu regnen und hört, außer später kurz an der Grenze, den ganzen Tag nicht mehr auf.



Maine

Etwa eine Stunde später sind wir in St. Stephen an der Grenze zu den USA. Die ganze Anlage ist eng und wohl schon einige Jahrzehnte alt. Wir müssen unsere Pässe abgeben und das Wohnmobil hinter dem Abfertigungsgebäude parken. Drinnen läuft dann die gleiche Prozedur ab wie bei der Einreise an einem Flughafen (Fingerabdruck, Foto), allerdings brauchen wir als Visainhaber das weiße Einreiseformular nicht erneut auszufüllen, das wird am Computer ausgedruckt. Wir müssen 6 US$ Gebühren pro Person zahlen. Nach 30 Minuten haben wir unsere Pässe zurück, steigen ins Wohnmobil und rollen wieder. Noch heute ist uns nicht klar, warum niemand einen Blick in das Wohnmobil geworfen hat. Gab es etwa eine Wärme- oder Röntgenkamera, die die vier arabischen Terroristen hätte entdecken können, die evtl. hinten auf dem Boden saßen?

Wir stellen unsere Uhren wieder eine Stunde zurück auf Eastern Time und rollen auf der 1 durch Maine in Richtung Südwesten. Eine ziemlich einsame Gegend, und wir bedauern langsam, an der Grenze die einzige Tankstelle verschmäht zu haben. Nach rd. 30 Meilen kommt doch noch eine in Pembroke.

Wir steuern den ersten State Park zur Übernachtung an, den Cobscook Bay S.P. (19 $). Und wieder eine neue Erfahrung: Wir lernen, dass in Maine alle State Park Campgrounds keine Strom- oder Wasseranschlüsse haben; außerdem gibt es hier nur ein WC und eine Dusche am Eingang, zu Fuß zu weit von den Stellplätzen.


24.06.06: Heute haben wir Dauerregen bis nachmittags bei 14-20°. In Ellsworth verpassen wir erstmal die Abzweigung nach links auf die 3 zum Acadia National Park, drehen hinter dem Ort um und überzeugen uns, dass da aus Richtung Osten tatsächlich kein Schild war. Offenbar kommen alle Touristen aus dem Westen. Am Südrand von Ellsworth kaufen wir beim Walmart ein; er ist zwar größer als die kanadischen, aber längst nicht so sortiert wie gewohnt. Schon vor 13 Uhr stehen wir auf dem Bar Harbor Campground (30 $) kurz vor dem Acadia National Park. Wir wollen bzw. müssen den Dauerregen heute einfach aussitzen. Endlich ist mal Zeit, auf dem Notebook Fotos zu sortieren und ein paar Reisenotizen nachzuholen.

In der Nacht hat der Regen endlich aufgehört, morgens ist es diesig, später kommt auch die Sonne mal kurz raus (16-20°). Wir fahren früh die paar Meilen zum Hull Visitor Center am Eingang zum Acadia National Park, sehen dort einen 15-min.-Film und kaufen für 20 $ den sieben Tage gültigen Park-Pass (ein Pass pro Fahrzeug).


Der 142 Quadratkilometer große Park hat ein Busnetz, das alle Passinhaber kostenlos nutzen können. Eine Linie fährt die Campingplätze in Richtung Ellsworth ab und bringt die Camper nach Bar Harbor, wo sie dann auf die anderen Linien umsteigen können. Wir wollten aber nicht noch eine Nacht auf dem Campground verbringen und stellen das Wohnmobil am Visitor Center ab.

Die nächsten sechs Stunden fahren wir mit mehreren Bussen kreuz und quer durch den Park. Von Sand Beach aus wandern wir eine Stunde lang über einen schmalen Pfad oberhalb des Wassers nach Otter Point, wo wir den Bus für den Rückweg nach Bar Harbor erwischen. Dieser Weg hat uns am besten gefallen. Leider ist es am Wasser ziemlich neblig.


















Der Ort Bar Harbor ist uns zu touristisch, daher halten wir uns dort nicht lange auf. Gegen 15.30 Uhr starten wir wieder unser Wohnmobil und folgen ab Ellsworth in einem Bogen der Küste über Bucksport, Belfast und Northport nach Camden. Eine Strecke mit schönen Ausblicken. In Camden verlassen wir die Küste und wenden uns über schmale Nebenstraßen nach Nordwesten. Dort erreichen wir über Liberty den Lake St. George State Park, wo wir über Nacht bleiben (20 $).


26.06.06: Heute wieder Dauerregen (bei 16-20°) den ganzen Tag. Wir fahren früh los, erst nach Augusta, dann wenige Meilen weiter nach Winthrop. Dort besuchen wir für zwei Stunden Phil und Sue und bewundern ihr großes Blockhaus auf einem riesigen Waldgrundstück direkt am See; eine Holztreppe führt hinunter zum Steg, wo das große Motorboot liegt.

Anschließend kommen wir an der library des Ortes vorbei. Dort gibt es wireless Internet, und ich kann mit meinem Notebook in einem bequemen Sessel e-mails schreiben, deutsche Zeitungen lesen und sehen, was in diversen Foren los ist. Genau das Richtige bei dem Wetter, und wir bleiben fast zwei Stunden.

Danach führt die Fahrt durch eine tolle Landschaft (sogar bei Regen) über die Rt. 17 (Livermore Falls), eine schmale und völlig leere Straße, und dann über die 2 westlich nach New Hampshire.


New Hampshire

In Gorham, N.H., laufen wir die Timberland Camping Area für die Nacht an (20,70 $).

27.06.06: Heute ist es endlich wieder heiter und trocken. Wir fahren zum Mt. Washington, dem mit 1.916 m höchsten Berg im Osten Nordamerikas. Da die Zufahrtsstraße zum Gipfel nur für Pkw zugelassen ist, umrunden wir den Berg und fahren über Twin Mountain zur Talstation der COG Railway, der historischen Dampf-Zahnradbahn. Da die obere Hälfte des Berges im Nebel liegt (der Reiseführer schreibt, das sei meistens so), können wir uns nicht entschließen, die happigen 57 $ pro Person für eine Fahrt auf den Berg auszugeben.

Trotzdem halten wir uns hier anderthalb Stunden auf, weil ich den Finger gar nicht vom Auslöser der Kamera wegbekommen kann.













Wir fahren weiter über die 302 in Richtung Westen, über Littleton, Woodsville und Barre nach Montpellier. Die Straße führt, teilweise recht steil, durch eine sehr schöne Berglandschaft.


Vermont / New York

Nach Einfahrt in den Staat Vermont sehen wir endlich neben der Straße den ersten (und einzigen) Elch unserer Reise.

Kurz vor Montpellier gehen wir auf die I 89, verlassen sie in Burlington wieder und nehmen die 7 in Richtung Süden. In Vergennes biegen wir rechts ab auf die 22 und kurz danach wieder nach rechts in Richtung auf die Brücke, die über das Südende des Lake Champlain in den Staat New York führt.

Am Lake Champlain, noch in Vermont, erreichen wir gegen 17.30 Uhr den D.A.R. State Park, wo wir eigentlich die Nacht verbringen wollen. Wir drehen eine Runde, der parkartige campground gefällt uns gut. Wir brauchen aber heute noch ein Telefon, und der Park hat keins. Daher fahren wir erst noch ein paar Meilen weiter, um zunächst ein Telefon zu finden. Das empfohlene kleine Lokal an der Brücke hat auch keins, man schickt uns ein Stück weiter zu einem Platz mit Dauercampern.

Dort ist das Büro geschlossen. Was nun? Da kommt jemand um die Ecke, fragt nach dem Problem, zieht dann sein Handy aus der Tasche und hält es mir entgegen. „No problem. Just use this phone.“ In Europa haben wir das noch nicht erlebt.

Ach so, warum wir ein Telefon suchen? Auf der gegenüber liegenden Seeseite wohnen abgeschieden oben in den Bergen Steve und Nancy, und wir wollen für morgen unseren Besuch ankündigen.

Am Telefon wollen sich die beiden aber nicht darauf einlassen. Wir müssen sofort losfahren, überqueren die Brücke in den Bundesstaat New York und treffen uns mit den beiden eine halbe Stunde später. Dann fahren wir zwanzig Minuten hinter ihnen her, durch Crown Point, immer bergauf, bald hört der Asphalt auf, und die gravel road wird steiler und enger, bis wir endlich kurz vor der Dunkelheit an einem zweistöckigen Holzhaus ankommen. Die Nacht verbringen wir neben dem Haus.

Am nächsten Vormittag beginnen wir, meist mit dem 4x4-pickup, das 400 acres (das sind rd. 160 ha!) große Gelände zu besichtigen. Steve schlägt und verkauft Holz, hat neben dem Haus sein eigenes kleines Sägewerk. Dahinter ist ein kleiner See aufgestaut, wo man mit dem Kanu an den Biberbauten vorbeifahren kann, ein Stück weiter ein Wasserfall. Im Herbst jagt er auf seinem Land, das Fleisch reicht für den Rest des Jahres. Ja, und von Dezember bis April fahren die beiden mit ihrem großen motorhome auf einen campground in Florida, wo sie in unserer Nähe stehen. Wir staunen wie zwei Großstadtkinder, die zum ersten Mal auf einen Bauernhof kommen. So ein Leben kennen wir bisher nur aus Büchern oder aus dem Fernsehen.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Wir hatten einen Tag und eine Nacht hier eingeplant, aber wir bleiben ganze fünf Tage. Gut, dass wir noch Zeitreserven hatten.

02.07.06: Es fällt uns schwer, aber wir müssen los. In einer Woche geht unser Rückflug von Florida, und wir wollen für die 1.500 Meilen (2.400 km) neben den geplanten drei Fahrtagen zur Sicherheit noch drei Tage Reserve haben. Wir fahren wieder rüber nach Vermont und folgen der 7 über Rutland nach Süden. Am Anfang erinnert nicht nur die Landschaft an das Allgäu, überall sind große Weiden und Kuhstallungen zu sehen.

In Bennington kommen wir an einem Aldi vorbei. Das müssen wir uns ansehen! Das Gebäude, die Aufteilung, die Einrichtung, alles sieht ganz genauso aus wie bei uns. Allerdings sind in den Regalen völlig andere Waren, obwohl manche Handelsmarken gleich sind, nur natürlich alles mit englischer Aufschrift.


Rückfahrt nach Florida

Auf der weiteren Fahrt durchqueren wir das westliche Ende von Massachussetts. Hier sieht es plötzlich ganz anders aus: große gepflegte Häuser, parkartige Grundstücke, eine schöne und grüne Landschaft. Genauso ist es in der anschließenden kleinen Ecke von Connecticut; hier kostet übrigens das Benzin 3,20 $ pro Gallone (in Rutland noch 2,74). Wir fahren nach Südwesten in den Staat New York und erreichen bei Fishkill die I 84 nach Westen; bald sind wir in Pennsylvania und biegen auf die I 81 ab.

Ein Stück vor Harrisburg wollen wir im Locust Lake State Park übernachten, fahren aber eine Abfahrt zu früh ab. Daher kurven wir eine Weile auf engen und kurvenreichen Nebenstraßen herum, bis wir beim letzten Tageslicht endlich ankommen, das Büro ist längst geschlossen. Wir fahren eine Runde über den Platz, wir haben es schon befürchtet, übermorgen ist der Nationalfeiertag 4. Juli, und an diesem langen Wochenende ist fast alles voll. Der einzige von drei freien Stellplätzen, der für unsere 30 Fuß ausreicht, ist der mit dem Schild "handicapped". Wir beschließen, dass jetzt in der inzwischen hereingebrochenen Dunkelheit niemand mit handicap mehr unterwegs ist und dass wir auch die Ausrede haben, im Dunkeln das Schild nicht gesehen zu haben, und wir belegen den Platz.


Am frühen Morgen werfen wir den dafür vorgesehenen Umschlag mit der Gebühr von 16$ am Eingang ein und sind wieder unterwegs; Wetter heute heiter bei 19-28°.

In Virginia machen wir einen Umweg über den Shenandoah National Park. Bei Front Royal ist der Beginn des Skyline Drive (15 $). Schon an der Parkeinfahrt lesen wir auf einem Schild, dass alle campgrounds voll belegt sind. Die Straße führt zunächst einige Kilometer steil den Berg hoch und windet sich dann, ständig bergauf und bergab, bis zu 1.000m hoch auf dem Berggrat entlang. Zu beiden Seiten fällt es steil ab.

Die Sicht könnte weit sein, aber leider ist es sehr diesig. Nach rd. 25 Meilen und eineinhalb Stunden entschließen wir uns, da wir hier sowieso nirgends bleiben können, heute lieber noch weiter zu kommen und kehren auf die I 81 zurück.

Morgen ist der Nationalfeiertag, daher steuern wir heute lieber etwas früher einen campground an. Der Claytor Lake State Park ist, wie befürchtet, komplett belegt. Der Ranger erklärt uns, dass dies heute bei allen Parks im größeren Umkreis nicht anders sei und verweist uns an die zwei privaten campgrounds zwischen Autobahn und State Park. Der erste sieht wenig einladend aus, wir fahren weiter zum nächsten, ebenfalls direkt neben der Straße, wo wir freie Plätze sehen, aber 20 Minuten auf die Eigentümerin warten müssen. Dann erfahren wir den Übernachtungspreis von 35 $ (ohne Sanitäreinrichtungen). Da fahren wir dann doch wieder die zwei Meilen zum ersten zurück (Cedar Cove), wo wir für 26,40 $ den letzten freien Platz bekommen.


04.07.06: Heute werden wir 560 Meilen (900 km) zurücklegen. Der Himmel ist wolkenlos bei 19-28°. Über die I 77 und die I 95 fahren wir quer durch North-Carolina (Charlotte), South-Carolina (Columbia) und Georgia bis nach Florida. Die Straße ist angesichts des heutigen Feiertags recht leer, und abgesehen von ein paar An- und Abstiegen am Anfang läuft das Wohnmobil den ganzen Tag bei 60-65 Meilen pro Stunde mit cruise control (Tempomat) wie von allein. Das führt heute zu einem Rekordverbrauch von 21 l/100 km oder, nach amerikanischer Rechnung, 11 Meilen pro Gallone. Sonst liegen wir mit dem 6,9-Liter-V10-Benzinmotor leider um die 26-29 l/100 km.

Wir kommen bis nach Florida und übernachten kurz vor Jacksonville auf Kelly´s RV Park, 6 Meilen nördlich von Callahan (20 $).


05.07.06: Wir merken, dass wir wieder in Florida sind, es ist heiß und wolkenlos, morgens schon 23, später 32°. Da die Rückreise so schnell und problemlos war, haben wir noch ein paar Tage Zeit. Wir fahren nach St. Augustine auf den Anastasia State Park direkt am Atlantik. Hier hat es uns schon zweimal im März bzw. April so gut gefallen.

Mittags fahren wir mit den Fahrrädern von unserem Stellplatz (27 $) zum Strand. Der Sand ist glühend heiß, kein Luftzug, das Wasser hat mindestens 27°. Das halten wir nur eine knappe Stunde aus. Den Nachmittag verbringen wir bei laufender Klimaanlage im Wohnmobil und laufen abends noch einmal am Strand entlang.

Am nächsten Tag werden es 34° im Schatten. Morgens gehen wir noch einmal kurz zum Strand, bevor wir endgültig aufgeben. Das hat im Sommer wohl keinen Sinn.

Wir fahren zu unserem Stammplatz südlich von Orlando, wo wir u.a. das Wohnmobil aufräumen und vorbereiten, bevor wir es wieder bis November abstellen und nach Deutschland zurückfliegen.

Autor: Wolfgang Müller, Osceola, FL


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