Bretagne / Normandie mit dem Wohnmobil


Frankreich

September 2005




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Zum ersten Mal wollen wir mit dem Wohnmobil in die Bretagne. Im Gepäck haben wir einen ausführlichen Reisebericht aus einem Internet-Wohnmobilforum. Die Verfasser (Markus und Rita) haben wir im August bei einem Wohnmobiltreffen kennengelernt. Nicht, dass wir unbedingt ganz genau jemandem hinterher fahren wollen, aber es ist doch sehr hilfreich, ein paar Tipps eines Bretagne-Kenners griffbereit zu haben. Wahrscheinlich hätten wir sonst nämlich ein paar sehenswerte Stellen verpasst.

Zwei Vorbemerkungen:

Erstens: Warum hat uns keiner vorher gesagt, wie wichtig die Tide ist? Zwar habe ich mit Interesse gelesen, dass der Tidenhub am Mont St. Michel mit 14 m der höchste der Welt sein soll, aber was denkt sich ein Rheinländer, der häufiger an der Nord- und Ostsee war, schon dabei? Jedenfalls denkt er nicht an kilometerweiten feuchten Sand, bis in alle Häfen und Fjorde hinein.

So lautete leider unser ständiger Spruch die ersten zehn Tage: „Muss wohl sehr schön sein hier, wenn die Sonne scheint und das Wasser da ist.“ Im September lag nämlich nicht nur der Scheitelpunkt der Flut etwa zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens, so dass zwischen zehn und siebzehn Uhr das Wasser so weit es konnte vor uns zurückwich, auch die Sonne schaute in der ersten Hälfte nur selten mal kurz nach, ob wir immer noch da waren. Also: Beim nächsten Mal würde ich versuchen, den Reisetermin auf die Gezeiten abzustimmen (s. die amtliche französische Berechnung der Gezeiten).


Utah Beach

Zweitens: Wer hatte vorher gesagt, im September ist es überall leer ? So viele Wohnmobile haben wir noch nie irgendwo gesehen, manche Stellplätze sind schon am frühen Nachmittag überfüllt. Wie soll das bloß im Sommer aussehen ?


Los geht es am 8.9.05 zunächst in die falsche Richtung, nämlich nach Enkirch an der Mosel, wo wir uns auf dem Stellplatz am Moselufer mit Freunden treffen. Am nächsten Morgen fahren wir dann endlich über Luxemburg und einen Zipfel Belgien nach Frankreich, ins Land der Kreisverkehre, über Sedan, Reims, Soissons und Rouen (ausschließlich über kostenlose Routes Nationales) nach Honfleur, unserem ersten Ziel.

Um 18 Uhr kommen wir am Stellplatz am Hafen an (7 Euro am Parkscheinautomaten) (Koordinaten: 49°25´08´´ N 0°14´28´´ O). Dort finden wir nur noch einen Platz in der Mitte und zählen 96 Wohnmobile, später sind es weit über 100 ! Das fängt ja schon gut an. Das nahe gelegene Viertel um das Bassin ist aber wirklich sehr sehenswert.





Am nächsten Tag regnet es bis mittags. Wir fahren vom Stellplatz aus nach Süden immer an der Küste entlang, eine sehr enge Straße, aber es lohnt sich; tolle Anwesen mit normannischen Fachwerkhäusern, tolle Landschaft. In Deauville drehen wir eine Runde am schönen Hafen, entlang an einer langen Reihe von über 30 Wohnmobilen, hier hätten wir keine freie Lücke gefunden.


Die nächsten Orte gefallen uns nicht mehr, so dass wir uns etwas vom Wasser entfernen und schneller vorankommen. Über die Pegasus Bridge und die D35 stoßen wir in Courseulles-s/m wieder an die Küste. In Arromanches-les-Bains suchen wir den ausgeschilderten kostenlosen Stellplatz auf. Auf dem asphaltierten Parkplatz quetschen wir uns in die letzte Lücke, der Abstand zum Nebenmann reicht gerade zum Öffnen der Aufbautür. Nach einer Viertelstunde zu Fuß haben wir den Ort gesehen und sind eher froh, keinen Grund zum Bleiben zu haben.

In Port-en-Bessin gefällt es uns um den Hafen herum schon besser, der Stellplatz liegt etwas oberhalb des Hafens zwischen Mauern, aber doch noch nicht so, dass wir bleiben wollen. Auf der N13 umrunden wir die Bucht und biegen hinter Carentan wieder zum Meer ab.

Hinter Ste. Marie-du-Mont finden wir am Strand (Utah Beach) einen sehr schönen Stellplatz (Koordinaten: 49°24´55´´ N 1°10´35´´ O). Vor einem Invasionsmuseum ist ein großer geschotterter Parkplatz, der vordere separate Teil ist von einigen Wohnmobilen belegt. Neben dem Museum sind in einem Bunker Toiletten. Hinter der Düne liegt der breite und endlose Sandstrand. Es ist warm und sonnig und wir verbringen den Nachmittag am Strand. Abends sind alle Pkw verschwunden und die Nacht ist sehr ruhig.


Auch der nächste Tag ist warm und sonnig (leider für eine ganze Woche zum letzten Mal), wir bleiben bis zum Nachmittag. Dann fahren wir nur 45 Minuten nach Südwesten über Coutances nach Annoville. Dort finden wir südlich des Ortes den Camping Municipal Les Peupliers, ein Glücksfall, wie sich erweist. Für 10,40 Euro nah am Strand ein sehr komfortabler Platz, ruhig gelegen, an diesem Tag mit nur acht Einheiten belegt (Koordinaten: 48°57´20´´ N 1°33´11´´ O).

Um es kurz zu machen: Wir müssen vier Tage Zwangspause einlegen, dafür ist es hier wirklich ideal. Schon unterwegs heute und vor allem bei der Ankunft hat sich nicht zum ersten Mal meine Bandscheibe kräftig gemeldet. Ich komme gar nicht erst aus dem Wohnmobil. Am nächsten Tag zum nächsten Arzt, etc . Zum Glück sind es für die Beifahrerin vom Platz aus nur ein paar Minuten mit dem Fahrrad zum Einkaufen. Leider schließt der Platz am 20.9., sonst hätten wir auf der Rückfahrt noch einmal hier Station gemacht (dann hätte auch ich mal die Umgebung gesehen).



Nach vier Tagen bin ich wieder einigermaßen „transportfähig“ und es soll weiter gehen. Leider ist schon wieder seit ein paar Tagen das Wetter ziemlich trist, alles mittel- bis dunkelgrau.

Mittags sind wir am Mont St. Michel. Wir sind uns natürlich bewusst, dass wir einen Stilbruch begehen, aber wir stellen uns nicht auf den vollen und lauten Stellplatz (8 Euro) wie mehrere Dutzend andere Wohnmobile, sondern gehen für 2,50 Euro mehr auf den ca. 4 km entfernten Camping Aux Pommiers in Beauvoir; von dort aus fahren wir mit dem Fahrrad auf einem sehr schönen asphaltierten Weg am Kanal entlang, ca. 100 m entfernt von der parallel verlaufenden Straße, auf den Mont zu.






Dort zunächst eine kleine Enttäuschung: kein Wasser in Sicht, Ebbe so weit das Auge reicht. Erst drehen wir mal mit dem Fahrrad eine große Runde auf dem harten Sand. Dann durch ein Tor die einzige schmale Gasse hoch, voller Läden und Restaurants und natürlich voller Touristen.




Am nächsten Tag schauen wir uns in Cherrueix kurz die Mühlen an. Beim Aussteigen wird man vom Wind fast umgeworfen, der Himmel ist schwarzgrau. Vielleicht fragen wir uns deshalb, was andere hier so toll finden ?




Weiter geht es nach St. Malo zum Stadtteil Intra Mures. Am Hafen und den großen Parkplätzen vorbei überall die 1,90m-Balken; aber dahinter die Ecke herum plötzlich genug Platz am Straßenrand für Wohnmobile. Trotz steifer Brise und immer wieder Regen sind wir drei Stunden zu Fuß unterwegs, es gibt eine Menge zu sehen. Hier wären wir gern und länger bei schönem Wetter gewesen.


Auf dem Weg nach Cap Frehel hört es endlich auf zu regnen. Am Cap denken wir, für die 2 Euro Gebühr kommen wir bis an den Turm, aber der Parkplatz für Wohnmobile ist direkt hinter der Schranke. Natürlich machen wir einen ausgiebigen Rundgang; bei dem Sturm kann man allerdings nur in Schräglage gehen und nicht ruhig stehen.















Wir wollen nicht wie zahlreiche andere Wohnmobilbesatzungen hier auf dem Stellplatz übernachten und fahren weiter. Erst bei der Weiterfahrt an der Westseite entlang (D34) über Sables-d´Or kommen wir an den spektakulären Ausblicken und Buchten vorbei, wo wir mehrmals anhalten.

In Erquy bleiben wir auf dem am Plage de Caroual ausgeschilderten Stellplatz am Meer (4 Euro) (Koordinaten: 48°37´18´´ N 2°28´20´´ O). Um 18 Uhr stehen hier schon 35 Wohnmobile, auch in der Mitte wird der Platz noch voll. Morgens schon um viertel vor acht kommt mit Hupen der Bäcker auf den Platz gefahren, eine halbe Stunde später hätte er wohl mehr Umsatz gemacht. Um halb neun kommt die Gendarmerie und kontrolliert die Parkscheine; das haben wir übrigens nur hier erlebt.


Am nächsten Morgen endlich etwas sonnig, aber kühl. Wir besichtigen den Stellplatz in Hillion, mitten im Ort, kostenlos; könnte vielleicht nachts unruhig sein. Weiter geht es nach St. Brieuc; im Zentrum quetschen wir uns mit dem Wohnmobil mitten durch einen Markt; in Richtung Guingamp ist ein Supermarkt mit Diesel für 1,019 Euro, verdammt, gerade 50 km vorher getankt.

In Plouezec fahren wir rechts ab zum Pointe de Bilfot; dort bietet sich ein spektakulärer Ausblick auf die Bucht von Paimpol; der richtige Ort zum Kaffeetrinken (auf dem ersten Foto: Austernbänke) (Koordinaten: 48°46´13´´ N 2°57´05´´ O).

















Dann fahren wir hinunter nach Paimpol. Hinter dem Hafen ist ein Stellplatz ausgeschildert, ca. 12 Nischen im Halbkreis unter Bäumen, leider hört man die Straße (Koordinaten: 48°47´10´´ N 3°02´52´´ O); 100 m dahinter ist ein weiterer geschotterter Platz für bis zu 20 Wohnmobile, er liegt ruhiger, ist aber nicht schön. Beide kosten nur im Juli/August 5,30 Euro, sonst kostenlos. Wir ergattern gegen 14 Uhr gerade noch eine grüne Nische; auf dem Nachbarplatz stehen abends die Mobile Tür an Tür.


Der Ort hat einen großen Hafen, auch viele hübsche Gassen mit Läden und Lokalen. Überall ist jetzt tagsüber Ebbe, das Wasser kommt leider erst abends gegen 19 Uhr und über Nacht.




Am Morgen fahren wir früh los über Treguir zur Pointe du Chateau / Le Gouffre. Dort halten wir uns lange auf und bewundern den Ausblick in alle Richtungen (u.a. das berühmte Haus zwischen den Felsen). Dies ist wirklich einer der Höhepunkte der Reise. Zum Glück läßt sich zwischendurch sogar die Sonne mal kurz sehen.

Von dort aus folgen wir dann dem ausgeschilderten "Circuit de la cote des Ajoncs“ entlang der Küste und halten noch an mehreren Stellen, u.a. Pors Scarff; überall spektakuläre Ausblicke. Die Straße ist sehr eng und kurvenreich, teilweise steil, aber die Arbeit für den Fahrer lohnt sich, und zum Glück kommen nur ein paar Pkw entgegen.


Anschließend geht es mit einigen Schlenkern bis zu den Dünen von Lampaul-Ploudalmezeau; nachmittags kommt tatsächlich die Sonne heraus, später ist der Himmel endlich mal eineinhalb Tage lang blau. Hierhin hat uns der Reisebericht aus dem Internet gelockt, wir halten an mehreren Stellen, laufen am Strand herum, aber den dort erwähnten Stellplatz mit Meeresblick finden wir leider nicht.







Am Abend fahren wir nach Plougonvelin zum ausgeschilderten Stellplatz oberhalb vom Fort Bertheaume; toller Ausblick über die Bucht, eine warme Dusche, zwei WC, Stromanschlüsse für alle, V/E, alles für 4 Euro/24 Std., der komfortabelste Stellplatz, den wir auf dieser Reise erlebt haben, und auch noch schön dabei; am Hang gelegen, aber mit relativ ebenen Plätzen (Koordinaten: 48°20´16 N 4°42´26 O).

Angesichts des blauen Himmels fahren wir am nächsten Morgen noch einmal zurück zu den Dünen von L.-P., um dort den Tag zu verbringen. Die Nacht verbringen wir wieder in Plougonvelin.

Am nächsten Morgen sehen wir beim Frühstück, dass der beste Platz ganz oben rechts, mit ungehindertem Blick über den ganzen Stellplatz auf die Bucht, frei wird. Jetzt bricht Hektik aus. Schnell sichern wir notdürftig alles, was auf dem Tisch steht, und fahren den Wagen dorthin. Ein weiterer Grund, noch einen Tag zu bleiben. Mit dem Roller erforschen wir heute die Umgebung, St. Mathieu und Le Conquet, ein lohnender Ausflug. In Richtung Brest ist es dagegen ziemlich uninteressant.



Einmal muss man sich trennen. Heute fahren wir über Brest nach Crozon, dort rechts über Roscanvel, Pointe des Espagnols rund um die Halbinsel, ein Weg, der sich lohnt. Nach mehreren kurzen Aufenthalten geht es in Camaret zum Pointe de Penhir; hier erwartet uns ein weiterer Höhepunkt der Reise. Vom vielen Fotografieren tut fast der rechte Zeigefinger weh.



Wir landen auf dem nahe gelegenen Stellplatz (4 Euro); abgeteilte relativ breite Nischen auf Schotterboden; angrenzend ist die Rückseite des Camping Municipal, im Zaun ist ein Durchgang.


Nachmittags machen wir einen langen, aber wirklich sehr lohnenden Fußmarsch, erst nach Westen den Berg hinunter zum Strand, von dort hoch zur Straße, dann über einen Wanderpfad hoch über den Klippen um den nördlichen Zipfel der Halbinsel. Alle paar Minuten neue tolle Ausblicke; der Weg führt schließlich hinunter zum Hafen.


Die nächste Etappe geht über Audierne ein Stück die Küste entlang (u.a. über Pors-Poulhan, s. Foto) nach Penmarch / St. Guenole, wo wir den Phare d´Eckmühl bestaunen. Wir finden keinen Stellplatz, der uns zusagt, außerdem denken wir seit heute morgen daran, dass wir in fünf Tagen wieder zu Hause sein müssen. Daher fassen wir bei einer Kaffeepause den Entschluss, heute schon mal wieder ein Stück zurück zu fahren. Quer durchs Land über die vierspurige N24 nach Rennes, weiter über die kostenlose A 84, geht das sehr flott.


Neugierig geworden durch einen weiteren Tipp aus dem Internet (diesmal von Elmar) wollen wir die Nacht in Cerisy-la-Foret, zwischen St. Lo und Bayeux, verbringen. Sofort finden wir den kostenlosen Stellplatz bei der Abtei neben dem Friedhof, winzig, hinter einer hohen Hecke versteckt (das erste Foto zeigt die Einfahrt). Wir sind ganz allein, hier passen auch höchstens drei Wohnmobile hin. In der Abendsonne bewundern wir das Äußere der Abtei, den Teich davor und einige steinerne Kunstwerke. Ein herrliches ruhiges Plätzchen am Ende der Welt (Koordinaten: 49°11´54´´ N 0°55´56´´ O).




Das böse Erwachen kommt am Morgen. Um 6.30 Uhr lädt ein Lkw 50 m neben uns mit Riesenkrach leere Schuttcontainer ab, um 7 h läuten die Glocken der Abtei fünf Minuten lang; als es später hell wird, kommt ein Auto nach dem anderen, die Fahrer werfen polternd Schutt oder Metall in die Container ... Na ja, man kann eben nicht alles auf einmal haben.

Wir fahren ab Bayeux über die vierspurige N13 bis zum Ende der Umfahrung Caen und geraten dort in eine peage-Falle. Normalerweise ist auf den Autobahnschildern peage angekündigt, hier aber nicht. Außerdem zeigt unsere Karte eine Mautstelle erst hinter der zweiten Abfahrt. Wir fahren also über die A 13 bis zur Abfahrt Cabourg, wo auch die peage für die Weiterfahrt angezeigt ist. Also die Abfahrt raus, plötzlich stehen wir vor einer Schranke, 2 Euro peage. Eine Gemeinheit, nicht wegen der 2 Euro, sondern aus Prinzip.

Pont l´Eveque gefällt uns gut, aber wir finden keinen Parkplatz und fahren weiter. In Honfleur fahren wir auf die Pont de Normandy (5 Euro), dann Abfahrt St. Romain (1 Euro) und weiter nach Etretat.

In Etretat ist der Stellplatz, der in unserer Liste steht, versperrt mit Balken in 2m Höhe, ein neuer Stellplatz (Parkstreifen ohne alles) ist jetzt am oberen Ortsende in Richtung Yport. Dort gefällt es uns überhaupt nicht. Wir parken also unseren Wagen am Straßenrand und klettern auf die imposanten Klippen und schlendern durch den Ort, fahren dann weiter nach Yport. (Seit 2006 soll es in Etretat einen neuen Stellplatz neben dem Campingplatz geben.)









In Yport parken wir auf dem ausgeschilderten Stellplatz (Parkplatz mitten im Ort, WC, kostenlos). Hier können wir uns weder mit dem Stellplatz noch mit Ort und kleiner Strandfront anfreunden. Also weiter nach Fecamp.

In Fecamp bleiben wir auf dem Camping Municipal Reneville (11,70 Euro); Terrassen hoch über dem Ort, je nach Stellplatz toller Blick über Meer, Strand und Ort. Kaum stehen wir, fängt es kräftig an zu regnen. Na, heute war wohl nicht unser Glückstag.




Am Hafen findet an diesem Wochenende der Salon Nautique statt, rund um das Hafenbecken in weißen Zelten Anbieter von Seglerbedarf, dazu Schlauchboote, Motorboote etc., im Wasser liegen die "occasions“ vom Segelboot bis zur großen Yacht. Eine gute Gelegenheit, um über Preisniveau und Nutzwert von Booten im Vergleich zu Wohnmobilen nachzusinnen. Am Hafen ist auch ein Stellplatz, aber der ist bis zum letzten Zentimeter voll.

Mehr als der halbe Tag ist hier und im großen und interessanten Ortszentrum schnell herum, und am Nachmittag genießen wir den Ausblick von unserem Platz aus, es ist nämlich wieder sonnig und warm. Wir bleiben noch eine Nacht.



Über Veulettes-s/m (Stellplatz an der Straße, Ort winzig, nicht unser Geschmack) geht es morgens nach St. Valery-en-Caux. Auf dem ausgeschilderten Stellplatz unter den Klippen stehen 40 Womos dicht an dicht, Platz wäre eigentlich nur für die Hälfte; wir können nur wenden, weil gerade jemand wegfährt; noch einmal nein danke (in anderen Reiseberichten wird dieser Stellplatz mit Begeisterung erwähnt, hmm).


In Eu besichtigen wir den Camping Municipal am Schloss (ca.7,50 Euro), er gefällt uns aber nicht, weil er uns zu dunkel ist (im Sommer sicher ein Vorteil) und alle Stellplätze hängen. In Treport parken wir am Hafen und laufen herum, hier ist viel Betrieb. Später sehen wir uns den ausgeschilderten Stellplatz an, ein asphaltierter Platz, eng, am frühen Nachmittag schon fast voll, einer dicht neben dem andern wie auf einem Parkplatz, 6 Euro mit Strom. Das ist nicht nach unserem Geschmack.

Daher fahren wir ca. 10 km zurück nach Touffreville zum Camping Municipal Acacias, völlig abgeschieden im Grünen, Kosten 4,10 Euro, mit Strom 5,80 Euro. Das Büro soll lt. Schild von 9-12 und 17-19 Uhr besetzt sein, es ist aber keiner da. Einige Wohnwagen sind auf dem Platz, man versichert uns, der Platz sei noch nicht geschlossen. An der Einfahrt ist ein verschlossener Balken in 2 m Höhe. Daneben ist noch genug Platz für uns. Zu unserem Erstaunen verschwinden am Abend bis auf einen alle Camper mit ihren Pkw, wir sind fast allein. Die Nacht ist ruhig. Auch am Morgen kommt niemand gegen 9 Uhr, und so verschwinden wir nach einer kostenlosen Nacht (Koordinaten: 49°59´43´´ N 1°20´02´´ O).

Über Amiens, St. Quentin, Hirson, Sedan fahren wir kurz nach Belgien, um in Florenville bei einem belgischen Aldi einen Großeinkauf für Sachen, die es bei uns nicht gibt, zu machen (so hat eben jeder andere Prioritäten). Dann geht es weiter nach Luxemburg und am nächsten Tag zurück nach Deutschland, wo am 27.9.05 die Reise zu Ende geht.

Autor: Wolfgang Müller, Osceola, FL