Baltikum mit dem Wohnmobil

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Juni / Juli 2004



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Litauen - Lettland - Estland

Dieser Reisebericht konzentriert sich auf praktische Tipps für Reisen mit dem Wohnmobil (Strecke, Campingplätze etc.), alles andere enthalten die verschiedenen Reiseführer. Auch subjektive Eindrücke, die von vielen sehr veränderlichen Faktoren abhängig sind (vor allem vom Wetter, und das war bei uns meist sehr bescheiden, daher wurde die Reise kürzer als geplant) wurden möglichst weggelassen. Reisezeit war Juni / Juli 2004. Da es schon viele Informationen über Polen gibt, ist dieser Teil der Reise nicht enthalten.

Als Straßenkarte nutzten wir, neben den allgemeinen ADAC-Unterlagen, die Karte "Baltikum" aus dem ADAC-Verlag (1:550.000). Unser Reiseführer war „Baltische Staaten" aus dem Nelles-Verlag, Ausgabe 2004.

Allgemeine Tipps

Reisen in die drei baltischen Staaten mit dem Wohnmobil sind für erfahrene Wohnmobilfahrer relativ problemlos. Man sollte allerdings hinsichtlich der sanitären Einrichtungen keine hohen Ansprüche haben.

Papiere: Seit Ende 2007 sind mit dem Beitritt Litauens, Lettlands und Estlands zum "Schengener Abkommen" die Grenzkontrollen weggefallen. Personalausweis und Kfz-Schein (auch für einen evtl. transportierten Roller) sowie die Grüne Versicherungskarte (mit LT bei der Länderauflistung) muss man aber trotzdem bei sich haben. 

Geld: In allen vier Ländern (einschl. Polen) kann man mit EC-Karte und PIN an Bankautomaten Bargeld abheben (die Gebühren sind allerdings saftig ! Die Postbank z.B. berechnet pro Abhebung 4,50 €); der Umtausch von Euro-Scheinen ist problemlos und bei kleineren Beträgen am billigsten; die Kreditkarte wird an fast allen Tankstellen akzeptiert.

Camping: Die nach meiner Meinung beste Information über Camping in den baltischen Ländern enthält die Homepage von T. und U. Weihermüller (http://www.weihermueller.de/privat). Listen von Campingplätzen finden sich u.a. bei http://www.tourism.lt/ und http://www.gobaltic.de/.

Stecker: In Polen kommt ein Stift aus der Steckdose (wie in Frankreich), man sollte also ein neueres Kabel mit einem dafür vorgesehenen Loch im Stecker haben, ansonsten hilft ein Adapter; die baltischen Länder haben die gleichen Steckdosen wie in D; CEE-Anschlüsse sind in allen vier Ländern weitgehend unbekannt.

Wasser: Wir haben immer einen Kanister mit Wasser zur Getränkezubereitung bei uns. In allen vier Ländern haben wir meist, aber eben nicht überall, geschmacksneutrales Trinkwasser vorgefunden und den Kanister ständig nachgefüllt.

Tanken: Diesel heißt in Polen ON, in den baltischen Ländern Diesel; bleifreies Benzin gibt es überall (aufpassen an der Säule, es gibt auch noch verbleites).

Sprache: In allen Ländern hilft Englisch oft weiter; ab und zu sind auch ein paar deutsche Brocken vorhanden.


Litauen

25.06.04 - Nördlich von Suwalki erreichen wir die polnisch-litauische Grenze und erinnern uns an einen Reisebericht, der von 90 Minuten Aufenthalt sprach. Die erste Überraschung: Keiner vor uns, auf der rechten Spur ca. 12 Lkw; am Häuschen gestoppt, der Grenzer nimmt die Pässe entgegen, ein Blick hinein und in unsere Gesichter, nach 30 Sekunden rollen wir wieder. Wir denken, das war sicher erst die Ausreise, und die Einreise kommt noch, fahren langsam noch um ein weiteres Gebäude herum, doch das war´s. Dann kommt die zweite Überraschung: Die Straße ist breit und glatt, ohne Spurrillen oder Schlaglöcher. So eine Straße sind wir in ganz Polen nicht gefahren.

In Kalvarija, 13 km hinter der Grenze, verlassen wir die Umgehungsstraße und fahren in die Mitte der kleinen Stadt, wo wir auf Anhieb eine Bank finden. Draußen neben dem Eingang ist ein Geldautomat, an dem man mit EC-Karte und PIN Litas abheben kann (das dicke Ende kommt erst zu Hause: die Postbank berechnet für jede Abhebung 4,50 € Gebühren). Hier sieht man schon überall die typischen kleinen baltischen Holzhäuser.

Dann geht es nach Westen über die 200 nach Vistytis (35 km). Die Straße ist schnurgerade und gut ausgebaut. Zum ersten Mal seit der deutschen Autobahn kommt der Tempomat wieder zum Einsatz (und danach auf rd. zwei Drittel der Straßen erster und zweiter Ordnung im ganzen Baltikum !). Leider sind plötzlich vor Vistytis rd. 8 km eine Schotterpiste (Straße im Bau). Am See ein Schild, nach links noch 5 km (wieder asphaltiert) zum Hotel und Camping Viktorija. Appartmenthäuser, Blockhäuser, dahinter 15 Stellplätze am See.


Camping ViktorijaStellplatz: Blick auf den See

Vom Stellplatz aus sehr schöner Blick über den großen See, auf der anderen Seite ist die russische Enklave Kaliningrad. Wir bekommen einen Schlüssel zu einem modernen Anbau, in dem sechs große Kabinen sind, jede mit WC, Dusche und Waschbecken, ein unerwarteter Luxus. Kosten: 34 Litas (9,86 €) pro Nacht für zwei Personen und Wohnmobil (soll lt. Rückmeldung eines Lesers im August 2007 schon 54 Litas kosten).

Leider hat die Sache einen Haken: Es ist Freitag, und nach einem sonnigen Nachmittag fahren ab 19 Uhr einige Pkw voll mit jungen Litauern vor, die in mehreren Gruppen rund um uns und unsere bisher einzigen Nachbarn einige kleine Zelte aufbauen und dann loslegen. In der einen Ecke werden zwei Lautsprecherboxen auf das Autodach gestellt, bei anderen Gruppen muss die Anlage im Auto reichen. Mit zunehmendem Alkoholkonsum steigt die Lautstärke, und vor vier Uhr morgens ist an Schlaf nicht zu denken. Fazit: Ein eigentlich sehr empfehlenswerter Platz, aber bloß nicht am Wochenende.

26.06.04 - Am nächsten Morgen verlassen wir wie unsere Nachbarn fast fluchtartig und mit Bedauern den schönen Platz. Über gut ausgebaute Nebenstrassen fahren wir entlang der russischen Grenze nach Norden. Ab und zu sehen wir, wie noch öfter in den nächsten Tagen, auf einer Wiese neben der Straße einen Bauern seine Kuh mit der Hand melken. Genauso oft sehen wir ganze Familien von der Oma bis zum Enkel mit großen Gabeln das Heu wenden.

In Jubarkas überqueren wir die Memel und nehmen die 141 nach Westen, immer noch entlang der Grenze. Eine solche Straße, teilweise schnurgerade, breit, glatt und leer, haben wir bisher nur als US-Highway erlebt. In Silute biegen wir links ab in Richtung Kintai, da wir nach Vente wollen, die Landspitze am Kurischen Haff gegenüber der Nehrung.

Leider erweist sich die Straße nach wenigen hundert Metern als eine Lehm- und Schotter-Wellblechpiste von 11 km Länge bis kurz vor dem Abzweig nach Kintai bzw. Vente. Da hilft nur eins: trotz Protest der Beifahrerin das Gaspedal durchtreten. Bei 80 km/h schüttelt der Wagen am wenigsten. Zum Glück sind die Kurven nicht eng und es ist kein Verkehr.

Erst später stellen wir fest, dass die anderen Straßen in diesem Gebiet asphaltiert sind. Man sollte also mit wenigen km Umweg erst bei Lapynai links abbiegen (dort weist ein Schild nach Vente); von Norden her biegt man in Priekule rechts nach Vente ab.

Camping Ventaine: Blick auf Kurisches HaffIn Vente endet die Straße am Leuchtturm, etwa 1 km vorher liegt rechts Hotel und Camping Ventaine. An der Straße (vor dem Hotel) sind die Stellplätze mit Stromanschluss, wir bevorzugen die Reihe neben dem Hotel, zwar ohne Strom, aber mit Blick auf Haff und Kurische Nehrung (und zahlen 40 Litas = 11,60 € gegenüber 60 Litas = 17,40 € mit Strom. Bei 5,80 € für Strom wäre ich sowieso noch umgezogen !). Es ist sonnig, aber vom Meer weht eine steife Brise.


27.06.04 - Wir wollen auf die Kurische Nehrung. Schon vorher haben wir gelesen und bekommen es später bestätigt, dass die siebenminütige Überfahrt von Klaipeda mit dem Wohnmobil 110 Litas (31,90 €) kostet, hinzu kommen nach ein paar Kilometern 100 Litas (29 €) Eintritt in den Nationalpark. Aber es gibt günstige Alternativen, wenn man sich nicht ein paar Tage dort aufhalten will.

Vom Camping Ventaine fährt bei ausreichender Nachfrage ein Boot nach Nida und nach ein paar Stunden wieder zurück. Das Boot kostet 320 Litas (93 €), und es passen bis zu zehn Personen drauf, unter denen die Kosten dann aufgeteilt werden. Heute wären noch zwei Plätze frei, aber erstens ist uns das Boot bei dem starken Wind und entsprechendem Seegang nicht ganz geheuer, und zweitens wollen wir mehr sehen als Nida. Unser Nachbar (mit „La Strada"-Kastenwagen aus MZ), mit dem wir ausführlich alle Möglichkeiten besprechen, begibt sich auf das Boot. Später treffen wir ihn drüben in Nida wieder, und er ist wohl nicht seekrank geworden.

Von Klaipeda fahren zwei Fähren auf die Nehrung, eine Personenfähre an der Altstadt (die auch zehn Pkw mitnehmen kann) und eine größere Autofähre weiter südlich. Möglich ist, das Wohnmobil an der kleinen Fähre in Klaipeda auf einen bewachten Parkplatz zu stellen und die Personenfähre zu benutzen (habe leider den Preis vergessen, kann aber nicht viel sein). Auf der anderen Seite stehen VW-Busse, die für 7,50 Litas (2,18 €) pro Person nach Nida fahren (wohl einfache Fahrt (?), keine weiteren Kosten).

Wir nehmen den Roller vom Heckträger und fahren 48 km nach Klaipeda. Dort sehen wir vor einer Brücke links das Schild Neringa (so heißt der Zusammenschluss der Orte auf der Nehrung), direkt dahinter ist die kleine Fähre auf die Nehrung. Für den Roller und zwei Personen zahlen wir 17,50 Litas (5,08 €) für Hin- und Rückfahrt.

Auf der anderen Seite kommt nach ein paar km eine Schranke, Eintritt in den Nationalpark. Zu unserer freudigen Überraschung werden wir durchgewunken (0 Litas). Danach kommt erst mal eine Enttäuschung. Von der Fähre bis Nida sind es 48 km, und die Straße führt bis auf rd. 1 km in Juodkrante ausschließlich durch Wald, meist Birkenwald. Das Meer sieht man nur, wenn man von einem Parkplatz aus einen längeren Fußmarsch macht.

Am Ende von Nida (2 km weiter ist der Grenzübergang nach Russland) ist die einzige Tankstelle auf der Nehrung, die wir als erstes ansteuern. Ganz in der Nähe sehen wir uns den ebenfalls einzigen Campingplatz an. Dort stehen im Birkenwald rd. 20 deutsche Wohnmobile. Preis: 50 Litas pro Wohnmobil plus 15 Litas pro Person, das macht 80 Litas (23,20 €) pro Nacht. Zum Strand sind es rd. 800 m.

Neben dem Campingplatz führt ein Weg zum Aussichtspunkt auf der höchsten Düne (vom Ort aus gelangt man von der anderen Seite aus über Treppen dorthin). Dort hat man eine tolle Aussicht nach Westen auf die Dünenlandschaft. Wir haben leider in Nida schlechtes Wetter, zum Glück hört es bei unserer Ankunft dort gerade auf zu regnen.

Ausgiebig durchstreifen wir den kleinen Ort. Auch hier viele kleine Holzhäuser. Deutlich spürbar ist die Ausrichtung auf den Tourismus. Am östlichen Ortsrand liegt auf einer Anhöhe das Thomas-Mann-Haus, jetzt ein Museum.




Als wir am Nachmittag zurückfahren, halten wir an einem kleinen Parkplatz bei Joudkrante. Dort führt eine Treppe zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Europas größte Kormorankolonie.

Da es Sonntag ist, steht vor der Autofähre eine mehrere Kilometer lange Autoschlange. Wir fahren in Richtung "kleiner" Fähre. Auch dort mehrere hundert Meter Stau. Wir fahren mit dem Roller und einem Lächeln vorbei an die Spitze und sind ein paar Minuten später auf der Fähre.


Direkt gegenüber der Anlegestelle in Klaipeda, auf der anderen Seite der Hauptstraße, liegt das Herz der Altstadt mit Theaterplatz und Simon-Dach-Brunnen mit der Ännchen-von-Tharau-Statue (das entdecken wir aber erst, als wir nach einigem Herumkurven den Platz eher zufällig gefunden haben).

Klaipeda - Simon-Dach-Brunnen


Kintai - BäckereiAuf dem langen Rückweg halten wir in Kintai (8 km vor Vente) an einer Bäckerei (rechts), die wir schon auf dem Hinweg entdeckt hatten, und decken uns mit frischem Brot, Apfelstreusel und Hefeteilchen ein (zusammen 6,28 Litas = 1,82 €).

In Vente ist kurz vor unserem Campingplatz auf der linken Seite ein interessantes kleines Lokal. Zwei alte deutsche Straßenbahnwagen (noch mit allen deutschen Schildern), einige Bretter drumherum und ein Dach obendrauf. Der eine Wagen ist Küche und Vorratsraum, der andere der Gastraum. Wir essen Schaschlik und Fisch, jeweils mit Pommes frites, trinken zwei Kaffee und zahlen 17 Litas (4,93 €). Unser Nachbar aus Mainz, der die Bootsfahrt gut überstanden hat, ist auch gerade da, und wir tauschen die Tageserlebnisse aus.

Nach insgesamt 220 km mit dem Roller bei kühlem Wind und ohne einen Sonnenstrahl sind wir trotz Lederjacken und Regenanzügen doch etwas ausgekühlt.


28.06.04 - Wegen des schlechten Wetters ändern wir unseren Plan, an der Küste entlang nach Norden durch Lettland zu fahren, und gehen stattdessen auf Nordostkurs ins Landesinnere, wieder auf „Hauptverbindungsstraßen", wie die Karte die gelben im Gegensatz zu den roten „Fernverkehrsstraßen" nennt, fast in Luftlinie nach Siauliai.

In Švčkšna (ich wüsste gern, wie man das ausspricht) sehen wir, wie häufiger in Litauen, eine riesige Kirche in einem kleinen Dorf.

Zwischendurch nehmen wir auch mal wieder eine 5 km lange Lehmpiste zur Abkürzung.


Kurz bevor wir südlich von Siauliai auf die A12 stoßen, liegt rechts das Dörfchen Kurtuvenai, wieder mit einer weit sichtbaren Kirche. Die aus dem Internet ausgedruckte Liste der litauischen Tourismus-Information (http://www.tourism.lt/) verzeichnet dort einen von nur elf Campingplätzen, daher wollen wir uns das mal ansehen. Durch das Dorf hindurch bis zur Kirche, dann ist links gegenüber der Kirche unter den Bäumen ein rotes Ziegelhaus, darin ist das Büro der Regionalparkdirektion.

Der Stellplatz ist eine kleine Wiese neben dem Haus (weiter durchfahren, dann Zufahrt von hinten), auch mit Stromanschluss. Im Büro spricht jemand englisch, abends und am Wochenende ist der auf der Rückseite des Hauses wohnende Familienvater zuständig, der etwas Deutsch kann. Da es erst 12 Uhr ist, fahren wir weiter, aber zum Glück (wie wir dann merken) werden wir auf dem Rückweg hier übernachten. Man bekommt einen Schlüssel zu einem Seiteneingang, in der ersten Etage werden vier Zimmer vermietet, dort stehen modernes Bad (Toilette, Dusche, Waschbecken) und Küche auch den Campern zur Verfügung. Preis: 10 Litas pro Wohnmobil, 5 Litas pro Person, macht 20 Litas (5,80 €). Es ist ruhig, und die Umgebung ist einen ausgiebigen Spaziergang wert.


Wir fahren weiter nach Siauliai, ignorieren die Schilder zur Umgehungsstraße und bleiben auf der schnurgerade nach Norden führenden Straße durch die Stadt, was sich auch als völlig problemlos erweist. Kurz hinter Siauliai geht es rechts ab (links ein kleines braunes Schild „Kryziu Kalnas") zum „Berg der Kreuze", ein kleiner Hügel voll mit unzähligen Kreuzen.



Noch ein paar Eindrücke in Litauen: Es gibt, ganz im Gegensatz zu Polen, keine Kleinwagen auf der Straße (auch nicht in Lettland und Estland). Fast ausschließlich sieht man deutsche Mittelklassewagen älterer Baujahre (meist Audi 80 oder 100, VW Passat, BMW 518 etc.). Offenbar wird alles Mögliche gebraucht aus Deutschland bezogen: Mülltonnen mit Aufkleber „mit dem Pfeil zur Straße stellen", Tanksäulen mit deutscher Aufschrift, ältere Lieferwagen und kleine Busse mit deutschen Aufschriften. In Lettland und Estland ist uns dies alles nicht aufgefallen.


Lettland

Vorbemerkung:

Die Beschilderung in Lettland ist schlecht (im Gegensatz zu Litauen und Estland). Außer an den wenigen Fernverkehrsstraßen (A2, A9 etc., aber auch da eher selten) findet man Straßennummern zwar auf der Karte, aber nicht auf den Schildern. Vorwegweiser sind nicht üblich, Abzweigungen werden nur mit einem kleinen Schild an der Straßenecke ausgeschildert (wie z.B. sogar der Abzweig der A3 von der A2 vor Sigulda. Pech, wenn da gerade ein Lastzug hält oder entgegenkommt). Dies gilt natürlich erst recht für die kleinen blauen Schilder für Parkplatz oder Campingplatz.

Folgt man einer „Hauptverbindungsstraße" (die gelben auf der Karte) in Richtung zu einem Ort, kann sie plötzlich in eine Querstraße münden, und es sind nur deren beide Zielorte angezeigt. Dann gilt es auszulosen, ob man es rechts oder links versucht. In einer der beiden Richtungen ist dann nach einem Kilometer wieder ein Abzweig, und das ursprüngliche Ziel taucht wieder auf einem Schild auf, die abzweigende Straße geht in der alten Richtung weiter. Das ist uns mehrmals passiert.



50 km nördlich von Siauliai passieren wir die Grenze nach Lettland. Auch hier haben wir nur zwei Minuten Aufenthalt. Kontrolliert werden die Pässe sowie die Kfz-Scheine für Wohnmobil und Roller. In Lettland fährt man (wie in Estland) auch tagsüber mit Licht.

Nach 4 km biegen wir rechts ab in Richtung Bauska und erreichen nach 20 km die Einfahrt zum Schloss Rundale. Das Schloss (18. Jh.) ist eine der größten Sehenswürdigkeiten Lettlands, wie unser Reiseführer zu Recht schreibt. Der lohnende Rundgang durch das Schloss kostet 1,50 Lats (2,31 €) pro Person (es werden auch Euro angenommen). Ein großer Teil der Zimmer ist originalgetreu restauriert und ausgestattet.



Etwa eine Stunde später fahren wir weiter nach Bauska, wo wir an einer Bank vorbeikommen und draußen am Geldautomaten mit EC-Karte und PIN Geld abheben, jetzt sind es Lats. Gut, dass wir drei alte Portemonnaies mithaben (noch aus Gulden-, Franc- und Peseta-Zeiten); eins enthält für die Rückfahrt schon die Zloty-Reste, jetzt kommen die Litas in das zweite. Gegenüber ist ein großer Supermarkt, wo wir einen Teil der Lats schon wieder umsetzen.

Wir haben noch rd. 80 km bis Riga vor uns. Der einzige, nach unseren Informationen aber kaum empfehlenswerte Campingplatz soll dort „Nemo" sein in Jurmala, einer langgestreckten, aus mehreren Orten bestehenden Gemeinde am Meer westlich von Riga. Nach Überqueren des Flusses Lielupe beginnt Jurmala. Rd. 7 km weiter, kurz nachdem die Straße sich teilt und zur zweispurigen Einbahnstraße wird, sehen wir rechts ein blaues Schild mit Wohnwagensymbol. Hier gibt es, zwischen Häusern mit Ferienappartments, auf einem kleinen asphaltierten Parkplatz einige relativ ruhige Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen; daneben zwei Toiletten mit Waschbecken. Auf Anfrage erhält man den Schlüssel für ein Bad mit Dusche im benachbarten Haus. Wir zahlen 7,50 Lats plus 1,- für Strom (13,09 €) pro Nacht (Adresse: Jaundubulti, Dubultu prospekt 59). Etwa 200 m hinter unserem Stellplatz liegt der endlose Strand von Jurmala.

Am nächsten Abend sehen wir uns mit dem Roller Camping „Nemo" an, 8 km weiter. Er ist voll, u.a. mit einer Gruppe von rd. 25 deutschen Wohnmobilen, Perestroika-Gruppenreise nach St. Petersburg. Zwar hat er in einem großen Zelt ein Restaurant, aber die Sanitäranlagen sind in Zahl und Zustand, um es sehr diplomatisch auszudrücken, nicht erwähnenswert. Gern kehren wir für eine weitere Nacht zu unserem Stellplatz zurück. Vorher entdecken wir auf dem Platz unseren MZ-Nachbarn aus Vente am Kurischen Haff. Da müssen wir natürlich noch ein Bier zusammen trinken und die bisherigen Erlebnisse besprechen.

Von beiden Plätzen aus kann man Riga am schnellsten mit Kleinbussen erreichen, die in dichter Folge die Hauptstraße in beiden Richtungen befahren (Preis 0,85 Lats = 1,30 €) und überall halten. Außerdem fährt ein Zug nach Riga; in Jaundubulti liegt der Bahnhof nicht weit vom Stellplatz am Flussufer vor der Straßengabelung, von „Nemo" aus ist der nächste Bahnhof etwas weiter.

Seit Juli 2004 gibt es in Riga einen neuen Campingplatz in der Nähe der Altstadt auf der gegenüber liegenden Flussseite, wie man dem Internet entnehmen kann (http://www.bt1.lv/, auch in deutsch).


29.06.04 - Morgens regnet es mal wieder. Als es gegen zehn Uhr aufhört, ziehen wir wieder unsere Regenoveralls über und schwingen uns auf den Roller. Bis zur Altstadt von Riga sind es 28 km. Erst drehen wir eine Informationsrunde mit dem Roller, dann stellen wir ihn am Rand der Altstadt ab, das Hinterrad mit einem dicken Kabelschloss an ein Verkehrsschild, vorne zusätzlich ein Felgenschloss.

Fast fünf Stunden lang bestaunen wir alte Fassaden, Dom, Kirchen etc. (und eine noch nie gesehene Konzentration von neuesten deutschen Luxusautos), bis die Füße qualmen. Zwischendurch finden wir ein Internet-Cafe und schicken einen Rundbrief an alle zu Hause.






Gerade zur richtigen Zeit, als es wieder anfängt zu regnen, erreichen wir die riesigen Markthallen hinter dem Bahnhof.

Riga Markthallen

So etwas haben wir noch nie gesehen, eine Halle nur mit Fisch, die nächste nur mit Fleisch, die nächste mit Brot und Kuchen, insgesamt fünf große Hallen; hinter den Hallen noch Marktstände mit Obst und Gemüse. Die Preise sind unglaublich. Wir kaufen u.a. ein 0,5-kg-Roggenbrot (0,13 Lats = 0,20 €), verschiedene Kuchensorten (u.a. „Schweineohr" für 0,08 Lats = 0,12 € und Cremeschnitten für 0,12 Lats = 0,18 €), geräuchertes Geflügelfleisch (1 kg 1,90 Lats = 2,90 €).

Riga MarkthallenRiga Markthallen

Leider können wir nur so viel einkaufen, wie wir mit dem Roller transportieren können. Auf der Rückfahrt von Estland, ungefähr eine Woche später, steuern wir den Zentralmarkt noch einmal an, fahren mit dem Wohnmobil auf einen bewachten Parkplatz in der Nähe und machen einen Großeinkauf.


30.06.04 - Am nächsten Morgen verlassen wir Jurmala bzw. Riga in Richtung Osten auf dem Weg zum Gauja-Nationalpark. Vorher machen wir am Ende der Riga-Umgehungsstraße noch eine halbstündige Stadtrundfahrt im Osten Rigas, bis wir endlich die Straße nach Sigulda finden. Ach ja, und am Stadtrand kann es auch so aussehen:



Zunächst steuern wir Turaida an (ein paar km nördlich von Sigulda) und besichtigen dort die Burg (Eintritt 1,50 Lats = 2,31 € pro Person) aus dem 13. Jh., die außen und innen restauriert wurde. Vom Turm bietet sich ein guter Blick auf das tief eingeschnittene Tal des Flusses Gauja.


Burg TuraidaBurg Turaida

Über Sigulda fahren wir weiter nach Cesis. Dort finden wir westlich hinter dem Ortsende, an der Straße nach Limbazi, den neuen Campingplatz Ciresilis, eine breite langgestreckte Wiese unmittelbar am Flussufer. Wir besichtigen den Platz und merken ihn für einen Aufenthalt bei schönerem Wetter vor.

An der gleichen Straße in Richtung Nordwesten, kurz vor der Einmündung in die A3, liegt links direkt unterhalb der Straße der Campingplatz Unguri am See. Nach einem kurzen Rundgang fahren wir schnell weiter.

Über Limbazi erreichen wir die Küstenstraße A1 (Riga-Tallinn) und biegen nach Norden ab. Rd. 7 km nördlich vom Abzweig Limbazi / Tuja (15 km südlich von Salacgriva) ist links die Einfahrt zum Campingplatz Meleku Licis. Ein paar hundert Meter von der Straße entfernt stehen wir dort mit schönem Blick über Strand und Ostsee.

Allerdings sind die Sanitäranlagen mal wieder rudimentär (am besten sind die transportablen Bau-WCs), auch die Dusche ist sehenswert, aber sie funktioniert. Preis für Wohnmobil, zwei Personen und Strom 5 Lats (7,70 €). Die Dusche kostet pauschal -,50 Lats extra, dafür bekommen wir einen Schlüssel, den wir erst bei der Abfahrt wieder abgeben.



Auf dem Platz sehen wir eine große Freilichtbühne und zwei große Zelte mit Tischen und Bänken; in einem Faltblatt lesen wir „Disco jeden Freitag und Samstag" und sind froh, an einem ruhigen Mittwoch hier gewesen zu sein.


Estland

An der Grenze nach Estland erleben wir zum ersten Mal eine langwierige Kontrolle. Trotz wenig Betrieb haben wir 20 Minuten Aufenthalt. Vor uns müssen die Pkw-Fahrer Kofferraum und Motorhaube aufmachen. Auch das Wohnmobil müssen wir öffnen und die Tür zum Bad aufmachen. Alle Fahrer müssen aussteigen, Pässe und Kfz-Papiere werden in ein Häuschen gereicht und dem Fahrer nach ein paar Minuten durch ein kleines Fenster wieder herausgereicht.

Auch in Estland fährt man ganztägig mit Licht. Die Straße ist hervorragend ausgebaut und fast schnurgerade; es ist kaum Verkehr. In Pärnu machen wir eine kleine Stadtrundfahrt bei kühlem Nieselwetter, tauschen wieder Geld ein, diesmal estnische Kronen (EEK), und haben das Gefühl, dort nicht viel zu verpassen.

Daher erreichen wir schon am Vormittag Tallinn. Dort steuern wir sofort den Hafen an, um bei mehreren Reedereien Informationen über eine Tagesfahrt nach Helsinki einzuholen. Die Linda Line erweist sich mit 560 EEK (rd. 36 €) am günstigsten, da man, anders als bei anderen Linien, zum gleichen Preis verschiedene Ab- bzw. Rückfahrten wählen kann (die Nordic Jet Line z.B. kostet nur dann 500 EEK, wenn man um 8 Uhr hin- und um 20 Uhr zurückfährt, alle anderen Zeiten kosten 600 bzw. 650 EEK). Linda fährt mit einem Tragflügelboot zu allen geraden Stunden (8,10 etc.) sowohl von Tallinn als auch von Helsinki ab und benötigt für die Überfahrt 90 Minuten. Büros und Anlegestelle sind nicht an den großen Terminals, sondern ein paar Fußminuten nordwestlich davon hinter dem großen Gebäude Linnahall (da, wo die Helikopter landen).

Bei Sichtung unserer Unterlagen stellen wir fest, dass wir direkt gegenüber der Altstadt parken. Also nutzen wir die Gelegenheit zu einem ausgiebigen Rundgang durch die wirklich sehenswerte Altstadt. Getrübt wird deren Schönheit allerdings (aus unserer Sicht) durch die unerwartet intensive Ausrichtung auf Touristen. Es gibt eigentlich nur Lokale (viele Fast-Food-Ketten sind vertreten) oder Souvenirläden; es ist voll von finnischen Touristen.







Es ist 18 Uhr und Zeit, einen Campingplatz aufzusuchen. Im Nordosten am Fernsehturm soll es einen Platz geben, aber in der Information in der Altstadt rät man uns dringend davon ab und empfiehlt den einzigen weiteren Platz beim Hotel Peoleo. Da sind wir heute schon vorbeigekommen. Der Platz liegt genau 15 km südlich der Altstadt an der Straße nach Pärnu. Von Pärnu aus ist das auf der rechten Seite der vierspurigen Straße, unmittelbar vor den ersten Supermärkten und dem Abzweig nach Laagri.

Wir biegen gerade nach links auf den Platz ein, da überquert vor uns jemand die Straße von einer Bushaltestelle aus. Das gibt´s doch gar nicht ! Schon wieder unser Mainzer vom Kurischen Haff / Litauen bzw. Riga / Lettland ! Wir stellen uns neben ihn und leeren später gemeinsam eine Flasche Rotwein.

Man steht hier entweder auf Asphalt direkt neben der lauten Straße oder auf einem weiteren Stellplatz ein paar Meter weiter neben dem Hotel auf grobem Schotter. In einer kleinen Hütte sind für Damen bzw. Herren jeweils zwei Duschen und zwei Toiletten mit halbhohen Schwingtüren. Alles müsste eigentlich zunächst mal geputzt, dann vielleicht renoviert werden. Der Preis von 190 EEK (rd. 12 €) ist wohl auf die Nähe zur Altstadt und zur Fähre nach Finnland zurückzuführen.

Da die Sicht nach Süden frei ist, müssen wir unbedingt unsere 35-cm-Satellitenschüssel ausprobieren. Auch wenn uns alle Freunde mit 60- oder 80-cm-Schüsseln ausgelacht haben („da kriegt ihr schon im Elsass nix mehr"), es funktioniert auch noch in Tallinn. Zwar ist die Zahl der Sender geringer als um Deutschland herum, aber neben ARD, ZDF, RTL und Vox haben wir noch sechs weitere Sender mit klarem Bild.

02.07.04 - Am nächsten Morgen fahren wir wieder zum Hafen und parken das Wohnmobil auf dem bewachten Parkplatz vor dem Terminal C. Von dort aus gehen wir zehn Minuten zur Linda Line und kaufen dort unsere Tickets für einen Tagesausflug nach Helsinki, Abfahrt 10 Uhr.



Heute haben wir Glück, der erste sonnige Tag seit langem, wenn auch recht kühl. Das Zentrum Helsinkis liegt direkt am Hafen. Ganz in der Nähe finden wir die Touristeninformation und beschaffen uns eine Karte der Innenstadt. Dann laufen wir los.

Wir sind mal wieder in Euro-Land und sehen erstaunt die Preise. An der Parkuhr kostet eine Stunde 2,40 €, eine Eisbude bietet die Kugel Eis für 2,20 € an. Wem laufen wir über den Weg ? Natürlich unserem Mainzer Nachbarn. Hat nicht mal ein Politiker gesagt, Europa wird immer kleiner ? Er steht noch unter Schock, er hat gerade in einem Cafe ein Bier für 5 € getrunken. Da vergeht einem ja jeder Hunger oder Durst.



Schon etwas früher als geplant werden wir müde und lustlos, so dass wir uns schon zur Rückfahrt um 16 Uhr an der Fähre einfinden. Als sie aus Tallinn ankommt, sehen wir mit Erstaunen die zurückkehrenden Finnen aus dem Boot strömen, alle bepackt mit Kartons voll alkoholischen Getränken. Manche mühen sich mit voll geladenen Kofferkulis ab. Jetzt wissen wir, warum in Tallinn am Hafen ein großes Schild an einem Laden mit „Alkohol 0-24 Uhr" warb.


Auf der Rückfahrt nach Tallinn zieht eine schwarze Front auf, und bei unserer Ankunft fängt es mal wieder an zu regnen, und zwar ziemlich heftig, so dass wir auf dem Weg zum Auto richtig nass werden. Es hört auch bis zum nächsten Vormittag nicht auf.

Wir wollen nicht wieder auf unseren letzten Campingplatz zurück und fahren auf Empfehlung genau 47 km nach Süden in Richtung Pärnu. Auf der Strecke zwischen der lettischen Grenze und Tallinn weisen mehrere Hinweisschilder auf Campingmöglichkeiten hin, meist bei Hotels.

Von Norden aus der zweite Hinweis hinter Kernu (aus beiden Richtungen schon 5 km vorher angezeigt) führt zum Hotel Ruunawere, 400 m von der Straße entfernt (aus Süden kommend links). 50 m hinter dem Hotelgebäude ist ein kleines Saunahaus, daneben stehen wir auf ebenem Kiesstreifen. Das Saunahaus enthält neben einem Vorraum eine Toilette und einen Duschraum, und dahinter eine kleine Sauna. Die Sauna ist an, später am Abend wird sie nur von den finnischen Hotelbesitzern genutzt. Wir sind die einzigen Camper, stürzen uns in Sauna und Duschraum, und genießen trotz Dauerregens den lange nicht erlebten Luxus. Der Preis beträgt 150 EEK incl. Sauna; Strom brauchen wir nicht, der hätte 100 EEK gekostet (!).


03.07.04 - Auch am nächsten Vormittag regnet es weiter bei 14 Grad. Schweren Herzens verzichten wir angesichts des bisherigen Wetters auf den geplanten Abstecher auf die Insel Saarema. Wie wir später erfahren, kostet die einfache Fahrt mit der Fähre für das Wohnmobil 120 EEK und pro Person 35 EEK, das macht zusammen 190 EEK (rd. 12 €). Statt dessen wollen wir, wenn das schlechte Wetter anhält, uns auf den Rückweg nach Polen machen in der Hoffnung auf eine Besserung.

In Pärnu setzen wir unsere letzten Kronen in Diesel um (10,15 EEK = 0,65 € pro Liter). Erst südlich von Pärnu hört mittags der Regen allmählich auf. Die Einreise nach Lettland ist problemlos, und nach einer kurzen Pause an der stürmischen Ostsee sind wir schon bald an den Markthallen in Riga für einen großen Einkauf. Da kommt sogar mal kurz die Sonne raus, aber schon bei der Weiterfahrt eine Stunde später regnet es wieder. In Jelgava leeren wir ein weiteres Portemonnaie mit Lats-Resten an einer Tankstelle (Diesel 0,419 Lats = 0,65 €).

Schon am Nachmittag kommen wir an unserem heutigen Ziel an, am Stellplatz in Kurtuvenai südlich von Siauliai, den wir auf der Hinfahrt gesehen hatten. Es ist tatsächlich trocken und der Himmel sogar fast sonnig, so dass wir uns auf einen längeren Spaziergang in die schöne Umgebung trauen. Kaum zurück, regnet es schon wieder.

04.07.04 - Am nächsten Morgen prasselt schon kurz nach der Abfahrt der erste Regenschauer nieder; das geht den ganzen Tag so weiter, und bis nach Polen wird die Straße nicht mehr trocken. Über Nebenstrecken (Jurbarkas, Sakiai, Marijampole) nähern wir uns der Grenze Litauen / Polen, nicht ohne vorher wiederum die letzten Litas loszuwerden (Diesel 2,31 Litas = 0,67 €).

Kurz vor der Grenze begegnet uns wie ein Lindwurm eine Karawane von über zwanzig deutschen Wohnmobilen, wieder eine organisierte Gemeinschaftsfahrt eines Veranstalters. Wir finden das völlig paradox, mit dem Wohnmobil hinter einem Leithammel herzufahren zu einem vorbestimmten und reservierten Tagesziel, aber, wie man in Köln sagt, "jede Jeck iss anders".

Autor: Wolfgang Müller, Osceola, FL